Basisschule wird den Schülern nicht gerecht

Ob Basisschule, Gemeinschaftsschule oder Einheitsschule – die Mehrzahl der Eltern wollen sie nicht (laut FORSA-Umfrage), den Schülern nützt sie nicht (wie eine Reihe von Untersuchungen namhafter Fachleute wie Baumert, Fend, Heller ergeben) und die Lehrer können sich nicht vorstellen, wie sie mit 33 Kindern in einer Klasse höchst heterogene Gruppen mit Leistungsunterschieden von zwei Jahren und mehr differenziert unterrichten sollen.

15.04.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Verband Reale Bildung

Baden-Württemberg braucht frühkindliche Förderung, Sprachförderung für die bis zu 40 Prozent Kinder (und nicht nur Migranten), die in ihrer sprachlichen Entwicklung Defizite aufweisen, Ganztagsschulen für alle Kinder, um die sozialen Unterschiede auszugleichen und die Chancengleichheit zu verbessern, kleinere Klassen und bessere Ausstattung der Schulen … und dann, ganz am Schluss, eine neue Runde Strukturdiskussion, erklärt Rita Haller, die Landesvorsitzende des Realschullehrerverbandes Baden-Württemberg (RLV).

Die Durchlässigkeit der Schulen im gegliederten Schulwesen in Baden-Württemberg und die unterschiedlichen Anschlussmöglichkeiten im beruflichen Schulwesen bieten sehr viel mehr und bessere Entwicklungschancen als Einheitsschulen, die ihre Schüler entweder zum Abitur oder ins Nichts führen, wie z.B. die schwedischen. Es ist sehr viel pädagogischer, das passende Konzept frühzeitig einzusetzen und den Kindern realistische Perspektiven aufzuzeigen als ihnen Ziele vorzugaukeln, die für viele nicht realisierbar sind. Eltern sehen dies sehr wohl und weichen auf Privatschulen aus, wenn sie in staatlichen Systemen keine Alternativen sehen. Jede Schulart hat ihren eigenen Auftrag und sollte in die Lage versetzt werden, ihn möglichst gut zu erfüllen, dies erfordert enorme Ressourcen. Eine fruchtlose und wenig zielführende Diskussion um nicht zu Ende gedachte Schulmodelle schadet in erster Linie den Kindern und den Eltern.

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Verband Reale Bildung

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