Bayer. Schülerkongress zu den neuen Hochschulabschlüssen Bachelor und Master

150 Schülersprecher und Redakteure von Schülerzeitungen aus Gymnasien und Fachoberschulen in ganz Bayern haben sich am Freitag in Nürnberg zum Bayerischen Schülerkongress zu den neuen Hochschulabschlüssen Bachelor und Master getroffen.

13.01.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Mit ihnen diskutierten Wissenschaftsminister Thomas Goppel und Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. In Workshops und Gesprächsrunden erörterten die Schülerinnen und Schüler unter dem Motto "Bachelor & Master: Der bessere Abschluss für meine Zukunft?" die Veränderungen durch Bachelor- und Masterstudiengänge und informierten sich bei Goppel und Brossardt über die Chancen der neuen Hochschulabschlüsse für den Arbeitsmarkt von morgen. "Der nächsten Studierendengeneration ist die internationale Ausrichtung ihres Studiums wichtiger denn je", erklärte Goppel. "Neben der verbesserten Möglichkeit, einen Teil seines Studiums im Ausland zu absolvieren, ist die größere Kombinationsmöglichkeit bei der Studiengestaltung durch den gestuften Studienaufbau ein wesentlicher Gesichtspunkt. Zugleich freut es mich, dass unsere Schülerinnen und Schüler besonders auf die Qualität ihrer zukünftigen Ausbildung pochen. Denn Qualität muss bei der Einführung der neuen Studiengänge oberster Gesichtspunkt sein." Brossardt betonte: "Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, brauchen wir Top-Hochschulen. Der Bologna-Prozess beschleunigt die notwendige Weiterentwicklung. Die Studiendauer wird verkürzt und die Abbrecherquote verringert. Die akademische Laufbahn wird international ausgerichtet. Darin liegt die große Chance für Deutschland und Bayern."

Im so genannten Bologna-Prozess haben sich 45 europäische Staaten auf der Grundlage der "Bologna-Erklärung" von 1999 mit dem Ziel zusammengeschlossen, bis zum Jahr 2010 einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Hierbei spielt die Einführung einer gestuften Studienstruktur mit dem Bachelor als erstem berufsqualifizierenden Abschluss und dem Master als zweitem forschungs- oder anwendungsbezogenen Hochschulabschluss eine wichtige Rolle. In Bayern sind bereits 22 % der Studienangebote auf das Bachelor- und Mastermodell umgestellt, bis zum Wintersemester 2009/2010 soll die Aufnahme eines Bachelorstudiengangs für die Studienanfängerinnen und Studienanfänger die Regel sein. Hiervon ausgenommen sind Studiengänge, die mit einer Staatsprüfung oder einer kirchlichen Prüfung abgeschlossen werden. "Damit die Chancen der neuen Abschlüsse auch genutzt werden und alle sich in den Prozess einbringen können, ist es besonders wichtig, dass über die Umstellung umfassend informiert wird", so Goppel. Hier engagiere sich die bayerische Wirtschaft in vorbildlicher Weise und gehe aktiv sowohl auf die Studierenden von morgen als auch auf die Arbeitgeber zu. Brossardt ergänzte: "Die neuen Abschlüsse ermöglichen, dass die Studierenden international in einen fairen Wettbewerb treten können. Auch in Deutschland sind die Karrierechancen mit den neuen Abschlüssen sehr gut. Dies bestätigt eine Erhebung der HIS. Die Akzeptanz ist weitaus größer, als sie in der öffentlichen Diskussion häufig wahrgenommen wird. Wir als Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft werden aber unsere Informationskampagne fortsetzen, um nicht zuletzt auch unsere Mitgliedsunternehmen über die neuen Abschlüsse weiter aufzuklären."

Wichtiger Teil der gemeinsamen Info-Kampagne der Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft sei der Schülerkongress, so Brossardt. Über die Arbeit des Schülerkongresses und seine Inhalte produziert die vbw eine CD-ROM, die den Teilnehmern kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Zusätzlich informiert die Webseite www.ba-ma.bayern.de ausführlich über alle Fragen zur Einführung von Bachelor und Master an Bayerns Hochschulen.


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