Lehrermangel

Bayerischer Elternverband fordert mehr Unterstützung für Lehrkräfte

Das Thema Lehrkräftemängel wird die bayerischen Grund-, Mittel- und Berufsschulen ins kommende Schuljahr begleiten. Anlässlich der morgigen Pressekonferenz des BLLV zu diesem Thema erinnert der BEV aus Elternsicht an das Problem.

23.07.2019 Bayern Pressemeldung Bayerischer Elternverband
  • © Kinga/Shutterstock

"Wir werden von Eltern mit Unterrichtsausfall, dem Wegfall von Projekten, von Förder- und Differenzierungsstunden und Klassenfahrten konfrontiert", sagt Martin Löwe, Landesvorsitzender des Bayerischen Elternverbands, "und vor wenigen Tagen beschäftigte etwa der Mangel an Schulpsychologen die Presse." Es müssten viel mehr Stunden und Kräfte ins System gesteckt werden - die jetzige Situation ginge zu Lasten bayerischer Kinder und ihrer Zukunftschancen.

Große Sorgen macht sich der BEV auch um Fortbildungen der Lehrkräfte. "Fortbildungen benötigen Zeit, denn sie können nicht durchweg in der Freizeit absolviert werden. Hier stehen wir Eltern vor dem Dilemma, dass wir uns zwar eine möglichst hohe Präsenz der Lehrkräfte in der Schule wünschen, zugleich aber deren Fortbildungen für extrem bedeutsam halten". Nun stünden auch noch die vom Kultusminister angekündigten Schulungen in Sachen psychische Erkrankungen an, die der bayerische Elternverband grundsätzlich sehr begrüßt.

Eine Lösung sieht der BEV derzeit nur in der Entlastung der Lehrkräfte durch andere pädagogische Professionen, sie könnten viele pädagogische Aufgaben übernehmen. Hier sei mit den bewilligten 500 Stellen für Sozialpädagogen erst ein allererster Anfang gemacht. "Wir appellieren an die Verantwortlichen im Kultusministerium, in der Staatsregierung und im Landtag, dieses System rasch auszubauen!"


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