Bayern

Bayerns Gymnasien erwarten massiven Unterrichtsausfall im zweiten Schulhalbjahr

Dramatische Einschnitte in der Unterrichtsversorgung der Gymnasien erwartet der Bayerische Philologenverband (bpv) für das zweite Schulhalbjahr.

11.01.2011 Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)

Vorsitzender Max Schmidt erklärte dazu in München: "Für Schwangerschaftsvertretungen und längerfristige Krankheitsausfälle bekommen die Gymnasien schon jetzt keinen Ersatz mehr zugewiesen. Dafür sei kein Geld da, hört man. Da zum kommenden Februar-Termin auch in Mangelfächern teilweise weniger als die Hälfte der Bewerber eine Stelle erhalten sollen, läuft alles auf eine Vergrößerung des Unterrichtsausfalls spätestens mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres hinaus." Denn schulintern, so Schmidt weiter, könne der Lehrermangel auch kaum aufgefangen werden: "Die Kollegen sind mit dem doppelten Abiturjahrgang schon jetzt bis über beide Ohren beschäftigt. Und daran wird sich bis kurz vor Schuljahresende auch nichts ändern lassen. Ihnen in dieser Situation nun noch einmal massive Zusatzarbeit aufzuhalsen, ist nach Überzeugung der Schulleitungen einfach nicht möglich. Mehr geht nicht mehr!"

Philologenchef Schmidt sieht nur eine Möglichkeit, diese prekäre Situation abzuwenden: " Der Finanzminister muss unseren Schulen ganz schnell mit frischem Geld unter die Arme greifen – Geschieht das nicht, sollte Bayern demnächst anfangen, unbezahlte Ehrenamtliche als Lehrkräfte anzuwerben."

Für den Inhalt verantwortlich: Peter Missy, Bayerischer Philologenverband, E-Mail: , Tel. 089-74 61 63 0


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