Beratung der Lehrer/innen wird ernst genommen
"Angesichts der kontinuierlichen Veränderungen der Übergangszahlen und damit der Schullandschaft in unserem Land stehen alle weiterführenden Schulen vor großen Herausforderungen, für die sie mehr Unterstützung benötigen. Insbesondere die Realschulen, an denen 24 Prozent der Fünftklässler eine Haupt-/Werkrealschulempfehlung und 18 Prozent eine Gymnasialempfehlung mitbringen, brauchen mehr Zeit, qualifizierte Begleitung und Fortbildungen, um Schüler gut begleiten und fördern zu können. Es muss auch für schwächere Schülerinnen und Schüler ein guter Weg für das Erreichen des Hauptschulabschlusses gefunden werden ", sagte am Montag (27.01.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
27.01.2014 Pressemeldung GEW Baden-WürttembergDie GEW setzt sich dafür ein, das gewachsene Vertrauen in die neuen Gemeinschaftsschulen auszubauen und die Schulen intensiver zu unterstützen. "Die Übergangszahlen zeigen auch, dass dort, wo Gemeinschaftsschulen gegründet wurden, diese auf gute Akzeptanz bei den Eltern stoßen. Die Zahlen des Statistischen Landesamtes widerlegen die fragwürdige CDU-Umfrage zur Gemeinschaftsschule, in der fast 30 Prozent keine Meinung zur neuen Schulart haben. Diejenigen, die Gemeinschaftsschulen kennen, sind überzeugt von diesem zukunftsweisenden Konzept. Die Gemeinschaftsschulen brauchen allerdings unter anderem für die Sicherung gymnasialer Standards bessere Rahmenbedingungen", sagte Moritz.
Die GEW wertet die Abschaffung der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung als richtigen Schritt. "Viele Lehrerinnen und Lehrer aus den Grundschulen berichten, dass sich das Verhältnis zwischen Eltern und Lehrer/innen durch die Neuregelung verbessert habe. Eltern kommen offener als in den Vorjahren in die Sprechstunden und haben die Beratung durch die pädagogischen Profis sehr ernst genommen. Die Befürchtung, dass Eltern ihre Kinder überfordern, hat sich nicht bestätigt. Bereits unter der CDU-/FDP-Landesregierung zeichnete sich klar ab, dass sich Eltern gegen die Hauptschule entscheiden und damit die alte starre Schul-struktur in Frage stellen. Daran konnte auch die engagierte Arbeit der Lehrkräfte nichts ändern", sagte Moritz.
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