Lehrkräftestellen

„Bericht über die Unterrichtssituation belegt: Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Vor den Herbstferien hat die Landesregierung dem Schleswig-Holsteinischen Landtag den jährlichen Bericht über die Unterrichtssituation (aktuell für das Schuljahr 2018/19) vorgelegt. „Der Bericht über die Unterrichtssituation zeigt, dass wir mit der Lehrkräftestellen- und Lehrkräfteversorgung auf dem richtigen Weg sind“, betont Karin Prien.

10.10.2019 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein
  • © Frank Peter

Im vergangenen Schuljahr (2018/2019) konnte das Ziel einer Unterrichtsversorgung von 100% durch erneute Bereitstellung zusätzlicher Stellen an allgemeinbildenden Schulen erreicht werden. Für das laufende Schuljahr ist eine Versorgung mit 101% der Planstellen vorgesehen. „Das bedeutet, dass wir bei den Planstellen Überhänge und Reserven aufbauen können, um flexibel auf Unterrichtsausfall etwa durch Schwangerschaft, Eltern- oder Familienpflegezeit reagieren können“, so Prien.

„An berufsbildenden Schulen betrug die Unterrichtsversorgung noch im Schuljahr 2017/2018 92%, während wir im vergangenen Schuljahr 94% und im laufenden Schuljahr 2019/2020 nach derzeitigem Stand sogar auf 98% kommen werden.“

Karin Prien betonte in diesem Zusammenhang, wie das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur auf die Planungen der Vorgängerlandesregierung reagieren musste. „Als ich Bildungsministerin wurde, war der Lehrermangel in Schleswig-Holstein noch ein Nischenthema. Heute arbeiten wir mit einer Vielzahl von Maßnahmen daran, dass die 100%ige Unterrichtsversorgung auch zu entsprechend erteiltem Unterricht führt. Die Lehrkräftegewinnung steht dabei für uns im Vordergrund, sowohl was die Stärkung der grundständigen Lehrerausbildung angeht, als auch bei der Qualifizierung von Quer- und Seiteneinsteigerinnen und -einsteigern hin zu vollwertig ausgebildeten Lehrkräften.“

Insgesamt wurden zu diesem Schuljahr auf Initiative der Landesregierung weitere 376 Planstellen zusätzlich zur Verfügung gestellt, statt - wie ursprünglich geplant - 495 abzubauen.

„Um diese Planstellen zu besetzen, setzt die Personalgewinnungsstrategie meines Ministeriums auf eine Vielzahl von Ansätzen“, erläutert Karin Prien. „Wir haben für mehr Lehramtsstudienplätze gesorgt und zur Stärkung der Grundschulen bieten wir Gymnasiallehrern sowohl die Möglichkeit, sich für eine gewisse Zeit an Grundschulen abordnen zu lassen, als auch sich dauerhaft für das Grundschullehramt zu qualifizieren. Die besondere Wertschätzung für das Grundschullehramt zeigt sich übrigens auch dadurch, dass diese Landesregierung die schrittweise Anhebung auf A13 für alle Grundschullehrkräfte als Einstiegsbesoldung eingeführt hat.“

531 Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst wurden zum 1. August neu eingestellt, davon sind 81 Quereinsteiger (18 im Bereich Grundschule; 22 im Bereich Gemeinschaftsschule; 29 im Bereich berufsbildende Schule und 12 im Bereich Sonderpädagogik).

Ein wegweisendes Projekt ist das duale Masterstudium für berufsbildende Schulen an der Europa-Universität in Flensburg. Im September wurden die ersten Studentinnen und Studenten begrüßt, die in diesem bundesweit einzigen Studiengang die Möglichkeit haben, Masterstudium und Referendariat zusammen in drei Jahren zu beenden. Weil sie zugleich Studierende und Lehrkräfte in Ausbildung an einer berufsbildenden Schule sind, werden sie ab dem ersten Studientag bezahlt.

„Wir müssen realistisch sein. Die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern benötigt Zeit und überall in Deutschland herrscht Lehrkräftemangel. Kurzfristig werden wir nicht dafür sorgen können, dass es keinen Unterrichtsausfall mehr gibt. Mit den Maßnahmen zur Lehrkräftegewinnung und der Attraktivitätssteigerung des Lehrerberufs zwischen Nord- und Ostsee arbeiten wir daran, dieser Herausforderung zu begegnen“, so Karin Prien.


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