Berlins Schulen sollen an die Spitze
(bikl) Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) will die Qualität der Schulen in der Hauptstadt steigern und erreichen, dass die Berliner Schüler in seiner Amtszeit beim Pisa-Bildungsvergleich "im vorderen Drittel" landen, sagte er der "Süddeutschen Zeitung".
29.01.2007 ArtikelDabei würden sich die flexible Eingangsphase sowie Vergleichsarbeiten und Qualitätsmanagement auszahlen. Bei den bisherigen Pisa-Studien hatte Berlin hintere Plätze belegt.
Der neue Vorsitzende der Kultusministerkonferenz erklärte im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" außerdem, er wolle keine Diskussion über Schulformen führen. Stattdessen wolle er, dass der "pädagogische Systemwechsel" gelinge. Im Mittelpunkt müsse die Förderung jedes einzelnen Schülers durch einen entsprechend flexiblen Unterricht stehen.
Zu den von seiner Vorgängerin, der schleswig-holsteinsichen Kultusministerin Ute Erdsiek-Rave, vorgeschlagenen Eigenungstests für angehende Lehrer erklärte Zöllner, um die Berufswahl zu erleichtern sei er für ein solches Instrument. Skeptisch sei er jedoch, wenn dies als Einstellungsvoraussetzung eingeführt werde. Gleichzeitig empfahl Zöllner, die erste Anstellung als Lehrer nicht automatisch als Stelle auf Lebenszeit anzulegen.
Professoren für die Lehre
Vor kurzem erst hatte der neue KMK-Vorsitzende einen Wettbewerb für die Lehre an den deutschen Hochschulen angeregt. Gegenüber der SZ erklärte er in diesem Zusammenhang, dass er die Einführung so genannter Lehrprofessuren – bei denen der Schwerpunkt in der Lehre liegt – durchaus für sinnvoll erachte.
Auch der Wissneschaftsrat hat sich jetzt für ein solches Modell ausgesprochen. Die Studienplatzkapazitäten müssen zügig ausgebaut und gleichzeitig die Qualität der Lehre deutlich verbessert werden, erklärte der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider: "Die Größe und Komplexität der Herausforderungen machen es unumgänglich, grundsätzliche und mutige Veränderungen anzugehen."
In der Etablierung von Professuren mit einem Tätigkeitsschwerpunkt in der Lehre sehe der Wissenschaftsrat einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung dieser doppelten Herausforderung. Der Zugang zu diesen Professuren sollte vorzugsweise über den neuen, eigenständigen Qualifizierungsweg der Juniorprofessur mit Schwerpunkt Lehre führen. Deutschlandweit und auf mittlere Sicht sollten im Universitätsbereich etwa 20 Prozent der Professuren ein erhöhtes Lehrdeputat aufweisen. Das übliche Lehrdeputat von durchschnittlich acht Semesterwochenstunden (SWS) solle indes der Regelfall für eine Universitätsprofessur bleiben.
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Weiterführende Links
- Wissenschaftsrat
- Süddeutsche Zeitung
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