Berufliche Schulen als Aushängeschild des Bildungswesens in Deutschland - "Es darf keinen Abschluss ohne Anschlussmöglichkeit geben"

"Die beruflichen Schulen sind ein Aushängeschild des bayerischen und deutschen Bildungssystems." Dies betonte Kultusminister Siegfried Schneider am heutigen späten Nachmittag, als er in Ingolstadt eine Reihe von neun Bildungskonferenzen eröffnete.

27.05.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Zu diesen lädt er zusammen mit Staatssekretär Bernd Sibler in den kommenden Wochen in alle Regierungsbezirke mit unterschiedlichen Schwerpunkten ein. Mit den Bildungskonferenzen, die die vielfältigen Facetten des "Bildungslands Bayern" mit den Chancen für die Schülerinnen und Schüler vorstellen, suchen Kultusminister Schneider und Staatssekretär Sibler den intensiven Dialog mit Eltern, Lehrkräften, Schülern und interessierten Bürgern und wollen deren Erfahrungen und Anliegen aufnehmen.

Siegfried Schneider warnte davor, Bildungserfolg allein mit dem Abitur und der Hochschulreife gleichzusetzen: "Bildungserfolg ist es, einen möglichst guten Abschluss zu haben, mit dem ein junger Mensch sein Leben eigenständig gestalten kann." Dabei sei es entscheidend, dass Schülerinnen und Schüler nach jedem Abschluss eine Anschlussmöglichkeit finden. Minister Schneider wies mit Blick auf die Durchlässigkeit des bayerischen Schulsystems darauf hin, dass im kommenden Schuljahr die Berufliche Oberschule flächendeckend eingeführt werde – und zwar als ein zweiter, gleichwertiger Weg zum Abitur. Absolventen des M-Zweiges der Hauptschule, der Realschule und der Wirtschaftsschule können über die FOS in drei Jahren die fachgebundene und sogar die allgemeine Hochschulreife erwerben. Ebenso können Schüler mit abgeschlossener Berufsausbildung über die BOS (Berufsoberschule) die fachgebundene und allgemeine Hochschulreife erwerben.

Der hohe Wert und die Bedeutung der dualen Ausbildung in Deutschland sei unbestritten. Während im angelsächsischen Bereich etwa auf Hochschulausbildungen gesetzt werde bis hin zum Bachelor in Handwerksberufen habe sich in Deutschland die duale Ausbildung von Unternehmen und beruflicher Schule bewährt. Die Qualität bestätige sich in den Chancen für die jungen Menschen auf dem Arbeitsmarkt.

Die nächsten drei Bildungskonferenzen finden statt am 9. Juni in Augsburg, am 11. Juni in Offenstetten im Landkreis Kelheim und am 13. Juni in Forchheim.


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