Berufsbildungsbericht

Berufseinstiegsbegleiter gibt´s schon

Zur heutigen Kabinettsbefassung zum Berufsbildungsbericht 2010 erklärt der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Ernst Dieter Rossmann:

28.04.2010 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Bundesministerin Schavan macht mit ihren "Berufseinstiegslotsen" den Maßnahmendschungel am Übergang von Schule zur Ausbildung noch undurchsichtiger. Den Ansatz einer frühzeitigen Verzahnung von Schulbildung, Berufsorientierung und Berufsausbildung gibt es bereits: Die Arbeitsminister Müntefering und Scholz haben in der Großen Koalition nicht nur die erweiterte Berufsorientierung in die Schulen gebracht, sondern darüber hinaus auch die Berufseinstiegsbegleitung im SGB III gesetzlich verankert. Diese hat die gleichen Ziele, den gleichen Ansatz, den gleichen Träger und die gleiche Zielgruppe wie Schavans Lotsen. Nur sind sie sicher das bewährtere, bessere Instrument - und sie gibt's schon.

Wieso die Bundesministerin an dieser Stelle zusätzliche, überflüssige Doppelstrukturen schaffen will, anstatt wie zugesagt den "Maßnahmendschungel" im Übergangssystem anzugehen und zu lichten, bleibt ihr Geheimnis. Sinnvoller wäre es, wenn sie bei ihren Kabinettskollegen dafür werben würde, dass die bestehende Befristung der Berufseinstiegsbegleitung im SGB III aufgehoben und vor allem die Begrenzung auf 1.000 Schulen fällt. Es war die Union, die damals diese sachlich unsinnigen Beschränkungen durchgesetzt hatte. Statt Doppelstrukturen zu schaffen sollte Ministerin Schavan ihre Fehler von damals korrigieren.

www.spdfraktion.de


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