Bessere Arbeitsbedingungen an den saarländischen Gymnasien derzeit wichtiger als ein bundesweites Zentralabitur.
Zu den jüngsten Äußerungen des (scheidenden) Ministers Jürgen Schreier zum bundesweiten Zentralabitur erklärte der Vorsitzende der Landeselternvertretung der Gymnasien im Saarland Joachim Klesen:
03.09.2007 Saarland Pressemeldung Gesamt Landes Elternvertretung des Saarlandes (GLEV)"Es gibt für uns im Saarland Wichtigeres als diese Frage. Die Anpassung der Lehrpläne mit dem Ziel einheitlicher Abituranforderungen in allen Bundesländern ist sicher sinnvoll. Einheitliche Anforderungen erleichtern auch einen Wohnortwechsel über Ländergrenzen hinaus, die bessere Vergleichbarkeit der Abiturergebnisse führt zu mehr Chancengleichheit."
"Für unsere Gymnasiasten ist es wichtiger, dass in ihren Schulen vor Ort die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Minister Schreier hat zugesagt, im Zuge der Reform der Oberstufe das Lehrerstundenkontingent vor allem in der Mittelstufe zu erhöhen. Wir fordern diese Zusage von der jetzt zuständigen Ministerin Frau Kramp- Karrenbauer ein", so Klesen.
Der Klassenteiler muss – wie beim Schengen-Lyzeum realisiert und von der Landeselternvertretung der Gymnasien schon mehrfach gefordert - auf 27 heruntergefahren werden. Nur so kann Freiraum geschaffen werden, um erfolgreichere Lehr- und Lernmethoden zu praktizieren – weg vom Frontalunterricht, hin zu selbstständigem Lernen, zu fächerübergreifender Projektarbeit, zu Teamarbeit und Methodenvielfalt.
Es muss sichergestellt werden, dass Lehrkräfte sich intensiv sowohl mit leistungsschwächeren als auch mit hochbegabten Schülerinnen und Schülern befassen zu können Jedes Kind muss dort abgeholt, wo es steht, und zu seinem persönlichen Leistungsmaximum geführt werden. Ziel muss sein, Schülerinnen und Schülern die Zeit zu einer vertieften Auseinandersetzung mit Lerninhalten zu geben und die Entwicklung von Kompetenzen zu stärken.
Bundeseinheitliche Prüfungsanforderungen verstärken den Wettbewerb. Damit die saarländischen Schülerinnen und Schüler diesen Wettbewerb erfolgreich bestehen können, muss das Land verstärkt in die Bildung investieren.
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