Bessere Deutschergebnisse in der 2. Klasse

Die Ergebnisse der Orientierungsarbeiten für Deutsch in der Jahrgangsstufe 2 im Schuljahr 2006/07 haben sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert: Vor allem die Landesergebnisse des Leseverständnistextes sind deutlich besser als im Vorjahr. Die Zunahme beträgt mindestens einen Testpunkt, d. h. es wurde durchschnittlich eine Aufgabe mehr gelöst.

23.06.2007 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Die Orientierungsarbeiten am Ende der Jahrgangsstufe 2 in den Lernbereichen Deutsch und Mathematik sind ein gemeinsames Projekt der Länder Berlin, Brandenburg und Bay-ern. Im kommendem Schuljahr 2007/2008 verzichtet Berlin auf diese Orientierungsarbeiten. Die Orientierungsarbeiten fanden damit letztmalig in diesem Frühsommer (Deutsch:15.05.07 und Mathematik:13.06.07) statt.

Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: "Bei der Interpretation der Ergebnisse von nur zwei Jahrgängen muss man vorsichtig sein. Manches spricht auch dafür, dass der diesjährige Text altersangemessener und in seiner Thematik für die Schüler verständlicher gewesen ist und damit insgesamt besser lösbar war. Wichtig ist, dass wir die Sprachförderung vor und in der Schule in den vergangenen Jahren deutlich ver-bessert haben z. B. in den Kitas mit dem Sprachfördertagebuch, mit der Sprachstandserhebung Deutsch Plus sowie mit dem Förderunterricht für Kinder, die noch nicht zur Schule gehen. Ich bin mir sicher, dass sich in den kommenden Jahren noch ein deutlicherer positiver Trend zeigen wird."

Von insgesamt 12 möglichen Punkten im Leseverständnistest "Mir fehlt etwas" haben die Schüler im Landesmittel 8,0 Punkte (2006: 7,0) erreicht. Wie schon in den Vorjahren muss allerdings zwischen den Ergebnissen deutscher Schülerinnen und Schüler und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache differenziert werden: Während die deutschen Kinder im Mittel 8,7 Lesepunkte (2006: 7,8) schafften, zeigten die Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache (ndH) mit 6,6 Lesepunkten (2006: 5,2) ein wiederum schwächeres Ab-schneiden, das aber doch signifikant über dem Vorjahreswert liegt.

Leseverständnis Berlin
(n= 28.485)
durchschnittlicher Punktwert
Leser/innen insgesamt männlich (51.2%) weiblich (48.8%) deutsch (67%) ndH (33%)
2007 8,0 7,8 8,3 8,7 6,6
2006 7,0 6,8 7,1 7,8 5,2
Veränderung 2007 zu 2006 + 1,0 + 1,0 + 1,2 + 0,9 + 1,4


Neben der Darstellung der Testmittelwerte erhalten die Schulen auch eine Darstellung der Verteilung der Schülerleistungen auf drei Niveaugruppen.

Leseverständnis Berlin
(n= 28.485)
Niveaugruppenverteilung 2007
Leser/innen insgesamt männlich (51.2%) weiblich (48.8%) deutsch (67%) ndH (33%)
starke 40,4% 36,8% 44,2% 50,2% 20,2%
durchschnittliche 30,4% 31,3% 29,6% 29,5% 32,3%
schwache 29,2% 32,0% 26,3% 20,2% 47,6%


Die Grenzwerte, ab denen eine Leseverständnisleistung als schwach, durchschnittlich oder stark bezeichnet wird, werden jedes Jahr nach der gleichen mathematisch-statistischen Regel festgelegt. Deshalb ist ein direkter Vergleich mit anderen Jahren nur eingeschränkt möglich. Das Ergebnis deutet jedoch darauf hin, dass die Gruppe der schwachen Leser/innen kleiner, die der starken Leser/innen größer geworden ist – und dies sowohl für deutsche Schüler als auch für Schüler mit nichtdeutscher Herkunftssprache.

Die Ergebnisse des Lesegeschwindigkeitstests zeigen keine signifikanten Veränderungen zum Vorjahr; die Unterschiede sowohl in der Anzahl der richtig erkannten Wörter als auch in der Verteilung auf Niveaugruppen sind nicht signifikant.

Der Deutschtest ist vom Institut für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg (ISQ) ausgewertet worden. Auf der Basis der schulischen Ergebniseingaben sind die Schul- und Klassenergebnisse berechnet worden. Die Schulen in Berlin und Brandenburg können sich am Mittwoch die Auswertungen unter www.isq-bb.de downloaden. Außerdem erhalten die Eltern von den Schulen eine schriftliche Rückmeldung über die Ergebnisse ihres Kindes.


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