Antwort

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Das Bildungswesen soll noch stärker am Leitprinzip der Nachhaltigkeit ausgerichtet werden. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/15696) auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (19/14655) deutlich.

07.01.2020 Bundesweit Pressemeldung Deutscher Bundestag
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Entsprechend setze die Bundesregierung in Kooperation mit den Ländern das UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) (2015 bis 2019) in Deutschland um. In der Nationalen Plattform (NP) BNE, dem obersten Lenkungsgremium dieses Prozesses, sind unter Vorsitz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 39 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger von Bund, den Ländern, Vertretungen der Kommunen, der Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft sowie junge Menschen der genannten Akteursgruppen vertreten. 

Nachhaltig definiert die Bundesregierung in der Antwort (19/15696) mit Verweis auf den sogenannten Brundtland-Berichts von 1987 als eine Entwicklung, "die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen". Der BNE setze dieses Nachhaltigkeitsverständnis voraus und schließe dabei die ökonomische, ökologische und soziale Dimension der Nachhaltigkeit ein, heißt es in der Antwort.

Ein "wesentlicher Meilenstein" war laut Bundesregierung 2017 die Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans (NAP BNE). "Damit besteht erstmals in Deutschland eine umfassende BNE-Agenda, die von Bund, Ländern, Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam unterstützt wird", betont die Bundesregierung. Der NAP BNE biete die Grundlage, BNE im deutschen Bildungssystem in ganzer Breite und strukturell zu implementieren. Seit 2015 seien die Förderungen für BNE kontinuierlich intensiviert worden. Alle Mitglieder der NP hätten sich verpflichtet, im Rahmen ihrer Zuständigkeiten den NAP BNE mit seinen 130 kurz, mittel- und langfristigen Zielen kontinuierlich bis zum Jahr 2030 umzusetzen. Damit habe der Nationale Aktionsplan BNE auch über das Ende des aktuellen UNESCO-Weltaktionsprogrammes hinaus Bestand. (hib/ROL) 

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