Bayerische Eltern

Bildung ist öffentliche Aufgabe

In Bayern besuchen derzeit rund 14 Prozent der Kinder und Jugendlichen eine private Schule. Dort sind die Bedingungen oft besser als an öffentlichen Schulen,

21.10.2013 Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Sie sind technisch besser ausgestattet, sind meist echte Ganztagsschulen und arbeiten mit innovativer Pädagogik. Den Familien, die sich eine Privatschule nicht leisten können, bleibt das gravierendste Problem für Familien mit Schulkindern in Bayern: das pädagogische Outsourcing. Aufgaben der Schule werden ins Elternhaus ausgelagert.

In Bayern sind öffentliche Schulen darauf ausgerichtet, dass Eltern als Ersatzlehrer einspringen. Der Bayerische Elternverband kritisiert diese Art von Bildungspolitik seit Jahren. Die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands Maria Lampl weist auf Personalmangel an allen Schulen hin. Weil nicht genügend Pädagogen zur Verfügung stünden, müssten die Eltern einspringen: "Schon das Lesenlernen in der Grundschule funktioniert nicht ohne Elterneinsatz. Ab Klasse vier gibt es kaum noch eine Familie, in der Eltern nicht regelmäßig Nachhilfelehrer spielen müssen, jedenfalls dort, wo das Geld für professionelle Nachhilfe fehlt."

Der Bayerische Elternverband fordert mehr pädagogisches Personal für alle Schulen und zwei Pädagogen für jede inklusive Lerngruppe.


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