Bildungsminister Henry Tesch, sein Amtskollege aus Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz und der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Sachsen, Steffen Flath sprechen über Gemeinsames Abitur
Die Kultusminister von fünf Ländern (Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt) wollen ab 2012 gemeinsame Abiturprüfungen in den Fächern Mathematik und Deutsch einführen. Ziel der Zusammenarbeit sind eine bessere Vergleichbarkeit der Abschlüsse und eine höhere Bildungsgerechtigkeit. Minister Tesch begrüßt diesen Vorschlag.
02.07.2008 Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernNachdem es bereits mehrere Vorgespräche am Rande der letzten Kultusministerkonferenzen zu einem länderübergreifenden gemeinsamen Abitur gab, trafen sich Kultusminister, Henry Tesch, sein Amtskollege aus Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, und der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen (bis Juni Sächsischer Staatsminister für Kultus), Steffen Flath, um über Modalitäten und weitere Schritte der Beteiligung von Mecklenburg-Vorpommern an einem Gemeinsamen Abitur zu beraten.
"Die schrittweise Einführung eines bundesweiten gemeinsamen Abiturs in den Kernfächern ist erklärtes Ziel des Koalitionsvertrags für Mecklenburg-Vorpommern", so Bildungsminister Henry Tesch, "daher prüfen wir derzeit eine Beteiligung Mecklenburg-Vorpommerns an dem von fünf Ländern geplanten Abitur in den Fächern Deutsch und Mathematik."
In Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt soll es in absehbarer Zeit gemeinsame Abschlussprüfungen in den Fächern Mathematik und Deutsch geben. Die Kultusminister der fünf Länder beschlossen Mitte April bei einem Treffen in München, eine Expertengruppe einzurichten, die gemeinsame Abituraufgaben entwickeln soll. Laut Siegfried Schneider, Kultusminister Bayerns, könnte 2012 ein gemeinsames Abitur in den beiden Fächern Realität werden. Basis für die angestrebten gemeinsamen Prüfungen in Deutsch und Mathematik sei das Abitur nach 12 Jahren.
Die Etablierung von Bildungsstandards für die Oberstufe, wie kürzlich von der Kultusministerkonferenz (KMK) beschlossen, soll sicherstellen, dass alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland nach vergleichbaren Leistungsparametern auf das Abitur vorbereitet werden.
Der Bildungsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Henry Tesch, der zur Zeit auch Vizepräsident der KMK ist, äußerte sich zu der geplanten Festlegung von Bildungsstandards für die Oberstufe als Basis für ein gemeinsames Abitur: "Da die Bildungsstandards bereits im Schuljahr 2010/2011 für Schülerinnen und Schüler gelten sollen, die zu dem Zeitpunkt in die Qualifikationsphase eintreten, müssen wir jetzt zügig handeln. Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt sich schon sehr lange mit Bildungsstandards. Wir geben gerne unsere Erfahrungen mit dem Zentralabitur in Mecklenburg-Vorpommern bei der Vorbereitung von über die Landesgrenzen hinausgehenden Regelungen weiter. Auch die guten Ansätze für ein länderübergreifendes Zusammenwirken z. B. mit dem gemeinsamen Kerncurriculum für die gymnasiale Oberstufe, die wir zusammen mit Berlin und Brandenburg erarbeitet haben, werden uns jetzt sicher weiterhelfen. Vorstellbar ist auch ein Aufgabenpool, aus dem sich Schulen und Länder bedienen können." Es sei auch denkbar, dass bereits erste Erfahrungen mit einem Gemeinsamen Abitur von einigen Ländern vor 2012 möglich wären, so Minister Tesch weiter.
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