Bildungsminister nach PISA zu selbstzufrieden und selbstgenügsam - Nüchtern betrachtet: Bisher eher Rumdümpeln

05.12.2007 Saarland Pressemeldung Landeselterninitiative für Bildung e.V.

Studien (z.B. ifo-Institut) zeigten, dass in Ländern, die nicht so früh aufteilten wie Deutschland, eine wesentlich größere Bildungsgerechtigkeit herrsche. Es habe sich sogar gezeigt, dass die leistungsbesten Schüler bei einem Zusammenbleiben genauso gut abschneiden - oder sogar besser. Das bei PISA in sechs Jahren immer wieder erfolgreiche Finnland lasse die Kinder zum Beispiel viel länger gemeinsam lernen. Sie seien bis zum Alter von 16 Jahren in einer Schulart.

Die Eltern kritisieren, dass in Fragen der Chancengleichheit und der Kompensation von Benachteiligungen die Lehrerinnen und Lehrer mit der Vielzahl der Probleme völlig allein gelassen blieben. Weder der Ausbau von Ganztagsschulen komme voran, noch bekämen die Lehrkräfte die "dringend nötige Supervision sowie Fortbildung und Unterstützung".

Dass Bildung auch immer noch sehr vom Geldbeutel der Eltern abhängt, will die Initiative im Saarland ändern sowie sich um die Situation der ausländischen Kinder an den Schulen kümmern. Im Saarland erreichten nur 24 % der ausländischen Schüler, die eine Schule abschließen, den mittleren Bildungsabschluss, nur 6,6 % das Abitur. Das sei in beiden Fällen das zweitschlechteste Ergebnis in Deutschland (Nachweis: Statistisches Bundesamt "Bildung und Kultur"). Die Eltern sprechen sich deshalb gegen die Absenkung der Bildungsausgaben im Landeshaushalt 2008, der in der nächsten Woche von den Abgeordneten im Landtag beraten wird, und die weitere Verschlechterung der Personalsituation der Lehrer aus.


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