Bildungsministerin Erdsiek-Rave bei der Einschulungsfeier der Inselschule Fehmarn: Gemeinschaftsschulen ein Meilenstein für Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein sind dieser Woche die ersten Gemeinschaftsschulen an den Start gegangen. "Dies ist ein Meilenstein für das schleswig-holsteinische Schulsystem", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (29. August) bei der Einschulungsfeier der Inselschule Fehmarn. Ganz Deutschland blicke neugierig auf die Entwicklung im nördlichsten Bundesland. Die Inselschule ist eine von sieben Gemeinschaftsschulen, weitere Standorte sind Flensburg, Halstenbek, Handewitt, Nahe/Sülfeld im Amt Itzstedt, Kellinghusen und Schafflund. Insgesamt wurden rund 750 Kinder in die 5. Klassen der neuen Schulen eingeschult.

29.08.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Ministerin betonte, dass die Gemeinschaftsschule sich am Grundprinzip gemeinsamen Lernens und an der Förderung des Einzelnen orientiere. "Hier wird Vielfalt als Bereicherung begriffen, von der alle profitieren können - gerade auch die Leistungsstärkeren." Für viele, die mit getrennten Schularten aufgewachsen seien, sei eine weiterführende Schule für Alle sicher gewöhnungsbedürftig. "Es ist das Ziel, möglichst vielen Kindern eine hochwertige Bildung zu ermöglichen, die ihren individuellen Stärken gerecht wird", sagte Erdsiek-Rave. Eine gemeinsame Schule könne auch den Grundstein legen für eine Gesellschaft, die stärker auf Integration als auf Ausgrenzung setze.

An den Gemeinschaftsschulen können Schülerinnen und Schüler den Hauptschulabschluss, den Mittleren Abschluss und den Übergang zur gymnasialen Oberstufe erreichen. Sie bildet auch den Rahmen für neue Unterrichtskonzepte und Unterrichtsformen, mit denen unterschiedliche Leistungsniveaus und Begabungen angesprochen werden können. Für diese pädagogische Arbeit erhalten Gemeinschaftsschulen wie die Inselschule mehr Gestaltungsfreiheit. Auf Fehmarn wird zum Beispiel der 45-Minuten-Takt für Unterrichtsstunden aufgelöst. Diese und andere Besonderheiten hält jede Schule in einem pädagogischen Konzept fest. "Alle sieben Gemeinschaftsschulen haben in den vergangenen Monaten intensiv an ihrem Konzept gearbeitet. Und ich habe großes Vertrauen, dass es den Kollegien gelingen wird, es als gemeinsames Vorhaben umzusetzen", sagte die Bildungsministerin. Sie bedankte sich bei allen Lehrerinnen, Lehrern und weiteren Beteiligten für ihr großes Engagement und ermutigte die Schulen, ihre Erfahrungen intensiv auszutauschen und kommenden Gemeinschaftsschulen zur Verfügung zu stellen.


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