Bildungsministerin Erdsiek-Rave:"Gymnasien müssen sich neuen Herausforderungen stellen"

Auf der Jahrestagung des schleswig-holsteinischen Philologenverbandes warb Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave für die geplante Reform der gymnasialen Oberstufe.

10.02.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Die Gymnasien in Schleswig-Holstein haben erneut bei PISA gut abgeschnitten. Das ist ein sehr positives Signal, aber trotzdem gibt es Herausforderungen, denen sich auch die Gymnasien stellen müssen", sagte sie heute (9. Februar) in Kiel. Ziel müsse es sein, künftig mehr Kinder als bisher zu höheren Bildungsabschlüssen zu führen sowie die Vermittlung der Kernkompetenzen zu stärken. Ute Erdsiek-Rave. "Wir reagieren darauf mit der Einführung der Profiloberstufe, mit zentralen Abschlussprüfungen und der Verkürzung der Schulzeit." Das alles sei ein wesentlicher Bestandteil der Schulgesetznovelle.

Sie betonte, dass die Landesregierung in der Bildungspolitik deutliche Zeichen setze. "Es gibt 150 Millionen Euro zusätzlich für Bildung, die sehr gezielt eingesetzt werden." Beispielhaft nannte sie den Förderfonds, die vorschulische Sprachförderung und den Ausbau der Offenen Ganztagsschulen. "Ressourcen sind das eine. Mindestens ebenso entscheidend für eine erfolgreiche Schule sind auch qualitative Veränderungen", so Ministerin Erdsiek-Rave. Erreicht werden solle eine Umsteuerung hin zu mehr Binnendifferenzierung, zum individuellen Fördern und Fordern und zu mehr Eigenverantwortung. "Nur wenn uns dieser Kurswechsel gelingt und wir begreifen, dass jeder einzelne Schüler wichtig ist, dann haben wir unser Ziel erreicht."

Erdsiek-Rave dankte abschließend dem scheidenden Vorsitzenden des Philologenverbandes, Klaus-Dieter Heyden, für seine Zusammenarbeit. Sie sei "bei allen Kontroversen und Auseinandersetzungen immer ein Ringen um eine gute Schule gewesen".


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