Bildungsministerin Erdsiek-Rave im Landtag: "Das Fremdsprachenangebot an den Grundschulen wird gestärkt"

Das Fremdsprachenangebot an den Grundschulen wird zum kommenden Schuljahr 2006/07 ausgebaut. "Alle Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen erhalten zwei Stunden Englisch-Fachunterricht. Das ist ein großer Qualitätssprung", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (24. Februar) im schleswig-holsteinischen Landtag. Ab dem Schuljahr 2007/08 gilt das Angebot dann an allen dritten und an allen vierten Grundschulklassen. Parallel sei es den Schulen möglich, bilinguale Unterrichtsangebote zu machen. Eine entsprechende Richtlinie werde derzeit erarbeitet, so die Bildungsministerin.

24.02.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Ute Erdsiek-Rave: "Bilinguale Angebote an den Schulen sind wünschenswert. Aber sie müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen." Aussagen werde die Richtlinie deshalb zu folgenden Punkten machen:

* Bilinguale Angebote dürfen keine Schülerinnen und Schüler ausschließen. Sie sollten für alle offen und für alle zugänglich sein.
* Bilinguale Angebote an Grundschulen müssen vernetzt sein mit dem Schulangebot einer Region, damit die Kontinuität des Fremdsprachenerwerbs gesichert ist. Es ist aus fachlicher und pädagogischer Sicht nicht sinnvoll, wenn ein einmal begonnener Fremdsprachenerwerb nicht gezielt weitergeführt und fortgesetzt wird.
* Bilingualer Unterricht muss abgestimmt sein auf das Gesamtkonzept der jeweiligen Grundschule, auf die Verlässliche Grundschule, auf die Flexible Eingangsphase, auf den verbindlichen Englischunterricht und auf den Integrativen Unterricht.
* Voraussetzung für bilingualen Unterricht ist eine entsprechende Ausstattung mit qualifizierten Fachkräften, die möglichst über Auslandserfahrungen verfügen.
* Für bilinguale Angebote gibt es keine zusätzlichen Ressourcen.
* Um qualitätsvolle und vernetzte bilinguale Angebote gewährleisten zu können, müsse die entsprechenden Unterrichtskonzepte zukünftig von der Schulaufsicht genehmigt und regelmäßig evaluiert werden.
* Diese Angebote sollten sich vorrangig auf bilingualen Unterricht in einem Sachfach konzentrieren - entsprechend den bilingualen Angeboten, die in der Sekundarstufe I existieren.

Bildungsministerin Erdsiek-Rave betonte, dass das Angebot eines flächendeckenden Englischunterrichtes ab der dritten Klasse ein wichtiger Schritt sei, um Kindern frühzeitig und qualitativ hochwertig Fremdsprachenkenntnisse zu vermitteln. "Dieser Unterricht kann sich im Idealfall ohnehin modularisieren und fächerübergreifende Elemente enthalten


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