Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave:"Sprachförderung ist ein substantieller Beitrag zu mehr Chancengleichheit"

Sprache ist der Schlüssel zur Bildung und damit auch der Schlüssel zu einem erfolgreichen, erfüllten und selbstbestimmten Leben." Mit diesen Worten eröffnete Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (15. März) in der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Neumünster die Fachtagung "Sprachförderung in der Kindertageseinrichtung ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Chancengleichheit aller Kinder".

16.03.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Rund 300 Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte von Grundschulen aus ganz Schleswig-Holstein sind dort zusammen gekommen, um neue Erkenntnisse und Methoden zur besseren Sprachförderung zu diskutieren.

"Wir wollen alle Kinder von Anfang an mitnehmen", sagte die Ministerin. Eine wirkungsvolle Sprachförderung setze deshalb schon vor Schulbeginn, im Kindergarten ein. "Die Landesregierung stellt für die flächendeckende sprachheilpädagogische und für die allgemeine systematische Sprachförderung sowie für die flächendeckende, systematische Kooperation von Kindertagesstätten und Schulen insgesamt 27 Millionen Euro zur Verfügung", sagte Erdsiek-Rave. Die kostenfreie Fortbildung für Erzieherinnen und Erzieher werde so intensiviert und ausgedehnt, ebenso der Erfahrungsaustausch von ausgebildetem Personal und es gäbe mehrsprachige Elternblätter, in denen über eine möglichst frühzeitige Aufnahme in den Kindergarten informiert werde. "Das Sprachheil- und Fördernetz, wie es in Neumünster bereits besteht, soll Schritt für Schritt und flächendeckend in ganz Schleswig-Holstein zur Norm werden", so die Ministerin. Sie lobte die Fortschritte, die in jüngster Vergangenheit gemacht worden seien. So wurde bei vorgezogenen Schuleingangsuntersuchungen seit Oktober 2005 der Sprachstand von rund 30.000. Mädchen und Jungen beobachtet und bewertet, bei etwa 2.300 Kindern sind sprachliche Unsicherheiten festgestellt worden. Diese Kinder werden nun in rund 300 Maßnahmen überwiegend in Kindertagesstätten gefördert. "Zum kommenden Schuljahr werden zum ersten Mal alle Schulanfängerinnen und -anfänger im Land mit einem zufriedenstellenden Sprachstand starten können, weil wir die Förderung nach vorn verlagert haben", so Erdsiek-Rave, die dies als "substantiellen Beitrag zu mehr Chancengleichheit für alle Kinder" bezeichnete.


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