Bildungsmonitor 2008 bestätigt Bayerns Bildungspolitik

"Der Bildungsmonitor 2008 bestätigt den bayerischen Weg in der Bildungspolitik", kommentiert Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider die Untersuchung, die die "Initiative Neue soziale Marktwirtschaft" beim Institut der deutschen Wirtschaft in Auftrag gegeben hatte. Bayern war von den Sozialwissenschaftlern in das "Spitzenquartett in Deutschland" in der heute veröffentlichten Untersuchung eingereiht worden. Die Untersuchung bescheinigt Bayern: "Bayern ist es gelungen, sein hohes Bildungsniveau auszubauen". "Damit bestätigt der Bildungsmonitor 2008 die Ergebnisse von PISA: Bayerns Bildungssystem ist sehr leistungsstark und gerecht", betonte der Minister. Bayern arbeite aber weiter, noch besser zu werden. Die Untersuchung bewertete die Anstrengungen der einzelnen Länder, um die wirtschaftliche und damit auch die soziale Entwicklung voranzubringen. Sie erfasst nicht alle Aspekte der Bildungsarbeit.

26.08.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bayern investiert am meisten in Bildung

Der "Bildungsmonitor 2008" konstatiert: "Besonders stark schneidet Bayern bei den Ausgaben pro Teilnehmer am Bildungssystem ab, die gemessen an den sonstigen öffentlichen Ausgaben je Einwohner am höchsten sind." "Die Forscher schreiben Bayern ,eindeutige Präferenzen für den Bildungsbereich` zu, das ist eine klare Botschaft", so Schneider.
"Ich freue mich, dass der Bildungsmonitor 2008 Bayerns große Anstrengungen würdigt, Kinder mit Migrationshintergrund nachhaltig zu fördern", so der Minister. "Es ist nämlich ein wichtiges Ziel unserer Bildungspolitik, alle Kinder bestmöglich zu fördern." Bayern wird im neuen Schuljahr 2008/2009 die Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund weiter ausbauen, die Anzahl der Deutschförderstunden wird in den Vorkursen, also im Vorschulalter, von 160 auf 240 Stunden ausgebaut. "So verbessern wir die Chancen für die Kinder mit Migrationshintergrund und zugleich die Lernsituation für alle Kinder in der Grundschule", so der Minister. Die Wissenschaftler des Instituts der deutschen Wirtschaft hatten anerkannt, dass es Bayern gelungen ist, die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss deutlich zu senken, nämlich auf nur noch rund 7 Prozent. "Wir werden diesen Weg weiter fortsetzen", so Minister Schneider. Entscheidendes Instrument sei dabei die individuelle Förderung.

Duales System sehr bedeutend

Erfreulich ist für Kultusminister Schneider die Feststellung der Sozialwissenschaftler, dass Bayern eine enorm positive Quote beim Übergang von Schülern in Ausbildung und Beruf verzeichnet. "Sie unterstreichen damit Aussagen der bayerischen Wirtschaft, die mir immer wieder die Qualität der Schulabsolventen von der Hauptschule über die Wirtschafts- und Realschulschule bis zum Gymnasium bestätigen", ergänzte Minister Schneider. Rund zwei Drittel der Schulabgänger könnten unmittelbar in eine Ausbildungsstelle wechseln, veröffentlicht der Bildungsmonitor 2008. Er unterstreicht für Minister Schneider die hohe Bedeutung des Dualen Systems. Minister Schneider dankte der bayerischen Wirtschaft für ihr Engagement zugunsten einer qualitativ wertvollen Ausbildung. Bayern selbst stelle bei Bedarf im schulischen Bereich 7.000 Plätze für Jugendliche ohne Anschluss zur Berufsvorbereitung zur Verfügung. In internationalen Studien werde Bildungserfolg oft auf formale Abschlüssen wie Abitur und Hochschulabschluss reduziert. Damit werde die berufliche Bildung unterbewertet.

Bayern forciert gegenwärtig den Ausbau der Ganztagsschulen. Allein für das neue Schuljahr wurden 175 neue Ganztagszüge an Hauptschulen sowie 30 an Förderzentren genehmigt. Insgesamt bestehen damit an über 330 Hauptschulen gebundene Ganztagszüge, ferner an 40 Grundschulen, 10 Realschulen und 12 Gymnasien. Außerdem gibt es an rund 900 Schulen offene Ganztagsangebote.

"Bayern wird weiter daran arbeiten, das Interesse an Mathematik, Informationstechnologien, Naturwissenschaften und Technik zu fördern", so Minister Schneider. Spezielle Programme wie SINUS und GribS und der Technologiekongress im September dienen diesem Ziel.


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