"Bildungsqualität hat für Kinder und Jugendliche höheren Wert als frisch renovierte Schulhäuser!"
Der Bayerische Realschullehrerverband (brlv) stimmt den Aussagen von Kultusminister Dr. Spaelne voll zu und bekräftigt, dass gerade die Realschulen jungen Menschen einen guten Start in Gesellschaft und Beruf sichern.
20.06.2012 Pressemeldung Verband Reale Bildung"Alle Befunde zeigen, dass der Freistaat Bayern als das führende Bildungsland in Deutschland und auch international eingestuft werden kann. Wenn es in den kommenden Jahren gelingt, die wenigen Schwachstellen noch zu beseitigen, z. B. bessere Betreuung von Schülern in persönlichen Krisensituationen, dann können wir im Interesse der Zukunft unserer Kinder und der Gesamtgesellschaft zufrieden sein.", kommentiert Anton Huber, Vorsitzender des brlv, die Regierungserklärung.
Natürlich erwarte man für die Realschulen eine bessere Versorgung mit mehr Lehrerstellen, um die übergroßen Klassen abzubauen, kleinere Klassen bilden zu können und die ehrgeizigen Vorhaben der MINT-Förderung umsetzen oder andere unverzichtbare Förderangebote ausbauen zu können. Zu nennen seien z. B. die Gesundheits-, die Medienerziehung und eine fundierte wirtschaftliche Grundbildung für alle Schüler. Mobile Reserven helfen, die hohe Arbeitsbelastung von Lehrkräften zu reduzieren, weil viele Realschullehrkräfte an oder über der Belastungsgrenze arbeiten. Nur deshalb sind die Spitzenwerte an den Realschulen bei den gehaltenen Unterrichtsstunden und in der Unterrichtsqualität zu erreichen.
Der Bayerische Realschullehrerverband sieht in der Konzeption der Bildung in Bayern durch das Kultusministerium viele sehr gute Ansätze und unterstützt den bayerischen Weg, individuelle Förderung durch individuelle Bildungsangebote zu betreiben und nicht durch ein Einheitsschulangebot, das seit Jahrzehnten geringe Bildungsqualität bei deutlich höheren Kosten erbringt. Huber: "Das sollten wir uns selbst im prosperierenden Bayern nicht leisten. Deshalb lehnen wir Vorschläge, Gemeinschaftsschulen einzurichten, um damit frisch renovierte Schulhäuser nutzen können, ab. Wenn das Maßstab für Bildung in Bayern werden sollte, dann gute Nacht Bildungsland Bayern."
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