Bildungssenatorin Dinges-Dierig kürt Hamburgs beste Nachwuchswissenschaftler
Fünf junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hamburg haben sich für den 43. Bundeswettbewerb von Jugend forscht qualifiziert. Die Landessieger wurden heute in Anwesenheit von Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig ausgezeichnet. Zum Landesentscheid, der von der Beiersdorf AG ausgerichtet wurde, waren 117 Teilnehmer mit 57 Projekten angetreten.
01.04.2008 Hamburg Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Im Fachgebiet Biologie konnte sich der erst 14-jährige Torben Heinsohn vom Albert-Schweitzer-Gymnasium durchsetzen. Der Schüler befasste sich mit dem Thema Zungenhygiene. Dabei überprüfte er verschiedene Methoden zur Zungenreinigung. Der Jungforscher nutzte Speichelproben, um Bakterienkulturen anzulegen, die er anschließend mithilfe von mikrobiologischen Verfahren analysierte. Die so gewonnenen Ergebnisse lassen Rückschlüsse auf die Effektivität der jeweiligen Reinigungsmethode zu.
Sahra Kim Homann (17) und Melanie Otto (18) gingen der Frage nach, ob das Hamburger Viertel St. Georg tatsächlich ein "gespaltener Stadtteil" ist. Dabei untersuchten sie, ob es die gerade von den Medien verbreitete Teilung des Stadtteils in einerseits Szeneviertel an der Langen Reihe und andererseits Drogenkiez am Hansaplatz wirklich gibt. Durch eine umfassende Befragung der Bewohner erhielten die Schülerinnen der Gesamtschule Walddörfer eine breite Datenbasis, mit der sie eine differenzierte Kartierung erstellen konnten. Auf diese Weise gewannen sie fundierte Erkenntnisse über die tatsächliche Beschaffenheit des Viertels. Mit ihrem Projekt siegten sie im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften.
Nach einer Alternative für teure Isolierglasscheiben suchte Rasmus Abel (16) vom Gymnasium Willhöden. Der Nachwuchswissenschaftler verglich die schall- und wärmedämmenden Eigenschaften verschiedener Materialien. Beim Landeswettbewerb präsentierte er eine preiswertere Konstruktion, die ebenso effektiv wie Isolierglasscheiben das Eindringen von Lärm, Hitze oder Kälte verhindert. Der Schüler überzeugte die Jury im Fachgebiet Physik.
Ebenfalls im Fach Physik siegte Kai Hufenbach von der Wichern-Schule. Er hatte beobachtet, dass die neuartigen LED-Verkehrsampeln mit fallender Temperatur zunehmend heller strahlen – oft sogar so stark, dass sie die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Der 17-Jährige erforschte die Ursache dieses Phänomens, um eine konstante Leuchtkraft der Ampeln bei unterschiedlichen Temperaturen sicherstellen zu können.
Nach den Landeswettbewerben im März und April findet der 43. Bundeswettbewerb vom 22. bis 25. Mai 2008 in Bremerhaven statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und dem diesjährigen Bundespaten, den Unternehmensverbänden im Lande Bremen e. V., der Landesvereinigung der bremischen Arbeitgeberverbände.
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