Bildungssenatorin: "Hamburg betreibt erfolgreiche Bildungspolitik auch als Sozial- und Integrationspolitik"
Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig weist darauf hin, dass die heute von der GAL verbreiteten Thesen über Hamburgs Schulsystem weitestgehend falsch sind. "Die Grünen verbreiten offenbar wieder besseres Wissen Unwahrheiten mit dem Ziel, Hamburgs Wählerinnen und Wähler zu täuschen", so die Senatorin. "Wahr ist: Wir haben im Bildungsetat zugunsten von Schulen in sozial schwachen Gebieten stark umgeschichtet."
05.02.2008 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)Im Einzelnen
- hat sich die Zahl der Ganztagsschulen in Hamburg von 2001 bis 2007 mit 83 mehr als verdoppelt. Umschichtungen aus den Ressourcen für bestehende Ganztagsschulen von 5,1 Millionen Euro wurdenfür die Gründung neuer Ganztagsschulen mit Schwerpunkt im Primarbereich und in sozial belasteten Vierteln verwendet. Zusätzlich wurden aus Hamburger Mitteln 9,5 Millionen Euro für die Aufnahme des Betriebes bereitgestellt und 4,1 Millionen für die Ausstattung der neuen Ganztagsschulen investiert.
"Niemals wurde so viel für die Einführung neuer Ganztagsschulen getan, wie in den letzten Jahren", so die Bildungssenatorin.
- zeigt die neustrukturierte Sprachförderung messbare Erfolge: Das ergibt sich aus Ergebnissen des vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) durchgeführten Monitorings in den beteiligten Schulen, die das Hamburger Sprachförderkonzept umgesetzt haben. Die Auswertung der in den Schulen durchgeführten Sprachtests belegt, dass sich bei den Vorschulkindern, die nach § 28a des Hamburgischen Schulgesetzes eine verbindliche, kostenlose Sprachförderung erhielten, im Laufe der vorschulischen Sprachförderung der Anteil der Kinder mit ausgeprägten Sprachschwierigkeiten nahezu halbiert hat. Bei den Vorschülerinnen und Vorschülern mit Migrationsstatus gingen die ausgeprägten Sprachschwierigkeiten sogar um rund 66 Prozent zurück.
"Wir haben eine zielgerichtete und erfolgreiche Sprachförderung an die Stelle des erfolglosen Gießkannenprinzips gesetzt", so die Bildungssenatorin.
- hat Hamburg heute deutlich kleinere 1. Grundschulklassen als 2001: Waren es damals durchschnittlich 24,1 Schülerinnen und Schüler, so sind es im laufenden Schuljahr 22,5. In sozial belasteten Vierteln (KESS I und II) ist der Rückgang von 23,5 auf 19,3 noch deutlicher.
"Wir haben begonnen, Bildungspolitik auch als kluge Sozial- und Integrationspolitik zu gestalten, was in früheren Jahrzehnten in Hamburg völlig versäumt worden ist", so die Bildungssenatorin.
- hat die Schulabbrecherquote im Jahr 2007 mit 10,3 Prozent ihren tiefsten Stand seit 11 Jahren erreicht. Ihren höchsten Stand hatte die Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss im Jahr 2001 mit 12,5 Prozent in Hamburg erreicht.
"Wir haben Hauptschülerinnen und Hauptschüler mit mehr Praxislerntagen und dem vierten Praxis-Prüfungsfach, mehr Deutsch- und Mathematik-Stunden in der Hauptschule und den Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit ihren Schulen gestärkt," so Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig.
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