BLLV offensichtlich wild entschlossen, das bayerische Schulsystem kaputtzureden
Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt hat den neuerlichen Versuch des Präsidenten des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (BLLV), das bayerisches Schulsystem kaputtzureden, scharf verurteilt: "Die heutige Presseerklärung des BLLV ist ein einziges Dokument verbandspolitischer Verantwortungslosigkeit. Die völlig überzogene Anklagerhetorik, mit der hier versucht wird, die Arbeit der bayerischen Lehrkräfte zu diffamieren, ist unerträglich. Das zerrbildhafte Verzeichnen unseres Schulsystems durch den BLLV-Präsidenten dient einzig dem Versuch, die Gesamtschule in Bayern mit aller Gewalt herbeizureden. Da seinem Präsidenten offensichtlich vernünftige Argumente für die Gesamtschule fehlen, verlegt er sich auf das böse Spiel von Panikmache und Verunsicherung. Mit diesem ideologischen Kurswechsel stößt er selbst in den eigenen Reihen zunehmend auf Unverständnis."
25.02.2008 Bayern Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)Aktuelle Studie: Nur 7,7 Prozent der Schüler mit Sorge vor Übertritt
Ins Land der Fabel gehört laut Schmidt die heute wieder einmal erhobene zentrale Behauptung, der ´Auslesedruck mache Schüler krank´. Das Dortmunder Institut für Schulentwicklungsforschung kommt dagegen in seiner aktuellen Untersuchung zu dieser Thematik wörtlich zu dem Ergebnis: "Entgegen den bisherigen Vermutungen zeigen die Ergebnisse, dass beim weitaus größten Teil der Schüler am Ende der vierten Klasse die Vorfreude deutlich höher ausfällt als die Besorgnis – lediglich 7,7 Prozent aller Schüler machen sich in dieser Phase Sorgen um den Wechsel." Der bpv-Vorsitzende verwies auch auf eine heute veröffentlichte Umfrage der ´Augsburger Allgemeinen´. Trotz vieler überaus kritischer Beiträge, die gerade in den letzten Wochen über das Schulsystem bayern- wie deutschlandweit durch die Medien gingen, hatte eine klare Mehrheit unter den 4.300 Lesern die Frage "Sind Sie zufrieden mit der Schule Ihrer Kinder?´ mit ´Ja´ geantwortet.
Schmidt abschließend: "Die Einheitsschule ist nicht die Lösung für unsere schulpolitischen Probleme, sie wäre vielmehr der Kern einer von vielen ungeahnten Problemlawine. Statt sich darauf zu konzentrieren, Ängste zu schüren, sollten alle Beteiligten sich daher auf das Ziel konzentrieren, im Rahmen unseres bestehenden Schulsystems wirklich etwas für unsere Schülerinnen und Schüler bewegen zu können. Vernünftige Ideen, wie die individuelle Förderung verstärkt werden kann, gibt es schon jetzt für jede Schulart."
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