Busunternehmen für Klassenfahrten sorgfältig auswählen
Bis zu den Sommerferien sind es noch wenige Wochen. Die meisten Klassen haben für den letzte Abschnitt des Schuljahrs einen Jahresausflug geplant und unternehmen Lernfahrten zu Museen, Sehenswürdigkeiten oder Gedenkstätten. Dafür werden in der Regel Omnibusse gechartert. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg rät, die Angebote von Busunternehmen für Klassenfahrten genau und kritisch zu prüfen und grundsätzlich der Sicherheit vor einem Sonderpreis den Vorzug zu geben.
17.04.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg"Auf keinen Fall sollte beim Vergleichen lediglich auf den Preis der Anbieter geschaut werden", warnt VBE-Landeschef Rudolf Karg. "Die Sicherheit muss absoluten Vorrang haben, damit die Klassenfahrt tatsächlich zu einem Höhepunkt des Schuljahres werden kann." Darüber müsse zwischen Schule und Elternhaus Einvernehmen herrschen. Auf Kosten der Gesundheit von Schülern und Begleitpersonen dürfe auf keinen Fall gespart werden.
Es sei sinnvoll, wenn sich die Organisatoren vorher über die Sicherheitsbestimmungen für Reisefahrzeuge und die Anforderungen an Busfahrer kundig machten und deren Einhaltung - wie Pausenzeiten - vom Reiseanbieter einforderten. "Das Motto kann nur lauten: Sicherheit vor Sonderpreis", legt Karg die Prioritätenliste fest. Geiz wäre hier nicht "geil", sondern gesundheitsgefährdend.
Bei offensichtlichen Mängeln wie abgefahrenen Busreifen oder einem alkoholisierten Fahrer - was glücklicherweise sehr selten vorkommt - sollte noch vor Reiseantritt über die örtliche Polizei eine Sicherheitskontrolle angefordert werden. Der VBE erwartet von den Busunternehmern seriöse und sichere Angebote für Klassenfahrten. Das meist über viele Jahre aufgebaute Vertrauen zwischen Schule und Unternehmen dürfe nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.
Knallharter Konkurrenzkampf, der zu Lasten der Gesundheit von Schülern und Lehrern geht, kann gemeingefährlich werden und die Existenz des Unternehmens gefährden. "Die Qualität der Angebote definiert sich in erster Linie über die aktive und passive Sicherheit der Fahrgäste", unterstreicht Karg.
Der VBE-Landesvorsitzende warnt davor, sich durch den Abschluss einer Reiseunfallversicherung für die Klassenfahrt mehr Sicherheit vorgaukeln zu lassen. Das eine habe mit dem anderen nur indirekt etwas zu tun.
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