Chaos im Bildungsministerium: Der Saboteur sitzt an der Spitze
"In Schleswig-Holstein muss so schnell wie möglich gewählt werden, um dem Chaos im Bildungsministerium endlich ein Ende zu machen. In Anlehnung an FDP-Fraktionschef Kubicki könnte man auch sagen: Der Saboteur sitzt an der Spitze des Bildungsministeriums und sorgt gemeinsam mit seinen FDP-Freunden für eine verfehlte Bildungspolitik", sagte Matthias Heidn, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Montag, 7. Februar 2011 in Kiel.
07.02.2011 Pressemeldung GEW Schleswig-HolsteinFür den GEW-Landesvorsitzenden reiht sich das "traurige Theater" um die Verantwortung für den missratenen "G-Y-Erlass" nahtlos ein in eine lange Liste der Fehlleistungen in der Amtszeit von Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug: Arbeitszeitverlängerung für Lehrerinnen und Lehrer, Streichung von Lehrererstellen, völlig überzogenes Vorgehen gegen streikende Lehrkräfte, das rückwärtsgewandte Schulgesetz, Mängel bei der Kita-Finanzierung undsoweiter.
Vom Bildungsminister, so Matthias Heidn, hätte er erwartet, dass er seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen Kubickis ungeheuerliche Unterstellung der "Sabotage durch die sozialdemokratisch durchzogene Ministerialbürokratie" bei der Formulierung des G-Y-Erlasses in Schutz nehme, anstatt zwei Tage abzutauchen, "zumal Klug ja selber den Erlass abgezeichnet hat". Der in der Tat untragbare G-Y-Erlass, der bei der Aufteilung für die G-8- und G-9-Klassen Kinder quasi mit den Etikettierungen "physisch angeschlagen" oder "psychisch angeschlagen" versehe, sei schließlich wie der gesamte Misch-Murks bei G-8 und G-9 auf FDP-Mist gewachsen und nicht von sozialdemokratischen Ministerialbeamten ersonnen worden, wie das FDP-Fraktionschef Kubicki unterstelle.
Keine Kommentare vorhanden