Damit Bayerns Schulen sehr gut bleiben

Um die Talente von Schülerinnen und Schüler noch effektiver zu fördern und diese auf ein eigenverantwortliches Leben sehr gut vorzubereiten, will Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider die hohe Qualität an den Schulen des Freistaats sichern und weiter entwickeln. Bei einem Fachkongress mit Lehrkräften, Schulaufsichtsbeamten, Eltern, Schülern und Bildungsforschern im oberbayerischen Eichstätt formulierte der Staatsminister die "Eichstätter Erklärung zur Sicherung und Entwicklung der Qualität von Schulen".

06.12.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

  1. Vergleiche im Bildungswesen sind nötig und hilfreich. Sie können nur auf der Basis objektiv erhobener und damit belastbarer Daten vollzogen werden. Mit ihrer Hilfe können die Ressourcen effektiver eingesetzt werden.
  2. Die Qualitätssicherung an den Schulen ist eine zentrale Aufgabe der Länder. Die Kultusministerkonferenz hat hierzu für ausgewählte Fächer verbindliche Bildungsstandards vereinbart. Auf dieser Grundlage treten die Länder dann in einen fruchtbaren Wettbewerb. Bayern wird die Qualitätssicherung an den Schulen voranbringen.
  3. Eigenverantwortung der Schule und Qualitätssicherung erweisen sich als die beiden Seiten derselben Medaille. Den Schulen Bayerns wird mehr Entscheidungsverantwortung eingeräumt, aber es wird auch ein Instrumentarium eingerichtet, mit dem die Qualität von Unterricht und Schule gemessen werden kann.
  4. Die Schule fungiert als der zentrale Ort der Qualitätssicherung und –entwicklung. Ihr werden Lernziele und Standards vorgegeben. Bei der Qualitätssicherung kommt der inneren Schulentwicklung die größte Bedeutung zu. Hauptakteure sind dabei Lehrkräfte, Schulleitung, Schüler und Eltern. Durch Maßnahmen der Schulentwicklung sollen schulorganisatorische Abläufe, das Schulklima und der Unterricht verbessert werden. Sie wird durch eine externe Evaluation ergänzt. Die Ergebnisse münden in konkrete Zielvereinbarungen.
  5. Qualitätssicherung muss eine umfassende Bildung ermöglichen. Vergleichsstudien wie TIMSS und PISA erfassen Bildung nicht ganzheitlich, sondern punktuell, etwa in Naturwissenschaften, Mathematik, Problemlösen und Lesen. Gerade in Bayern zielt die Schule aber auf eine umfassende Bildung und nicht allein auf die kognitiven Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler ab.

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