Spaenle

"Das bayerische Schulwesen hat sich bewährt und bietet den jungen Menschen nach ihren Talenten und Interessen eine sehr gute Förderung"

Mit einem klaren Ja zu dem differenzierten und qualitätsvollen bayerischen Schulwesen, das wir mit den Schulfamilien weiterentwickeln, und einem ebenso klaren Nein zur sog. "Gemeinschaftsschule" antwortet Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle auf die neuerliche Präsentation der SPD-Idee heute im Landtag.

26.03.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die sog. "Gemeinschaftsschule" stellt für Kultusminister Spaenle einen Schritt in die pädagogische Vergangenheit dar, einen Schritt in die Zeit der Gesamtschule. "Die "Gemeinschaftsschule" hat als Gesamtschule in der Bildungsgeschichte versagt: leistungsstarke Schülerinnen und Schüler wurden zu wenig gefordert, leistungsschwächere zu wenig gestärkt", so Minister Spaenle. Die demographische Entwicklung und den Rückgang der Schülerzahl könne auch die SPD nicht wegzaubern.

Bayerisches Schulwesen eröffnet jungen Menschen Perspektiven

"Wir haben in Bayern ein Schulwesen, das den jungen Menschen in ihrer Vielfalt gerecht wird und ihnen Perspektiven für ihr Leben eröffnet", fasst der Minister die Vorzüge des differenzierten bayerischen Bildungswesens zusammen. "Es hat sich bewährt." Er setze auf eine Weiterentwicklung des Schulwesens nach Qualität und Gerechtigkeit, und zwar im Dialog mit den Schulfamilien. "Die Schulstrukturdebatte der SPD eröffnet den jungen Menschen keine neuen Wege", so der Minister, "sie bindet nur unnötig Kräfte".

"Das differenzierte bayerische Schulwesen bietet durch die vielfältigen Angebote für die Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichen Talenten und Interessen sehr gute Bedingungen, sich Wissen anzueignen und Kompetenzen zu erwerben", so der Kultusminister. Auf die Grundschule folgten in Bayern Mittel-, Wirtschafts-, Realschule und Gymnasium. Nach dem mittleren Abschluss können die jungen Menschen in Bayern z.B. ihren Weg über die Berufliche Oberschule zur Hochschulreife gehen.

"Wir werden den Weg, das bewährte und leistungsstarke differenzierte Schulwesen im Freistaat noch durchlässiger zu gestalten und dabei die individuelle Förderung auszubauen, fortsetzen und mit den Beteiligten in den Regionen entsprechende Lösungen entwickeln", so der Minister.

Gemeinschaftsschule heizt Schulsterben an

Minister Spaenle befürchtet das Aus für viele kleine Schulstandorte, falls die SPD die Gemeinschaftsschule einführen dürfte. Bayern geht mit Minister Spaenle einen anderen Weg: "Mit Hilfe der Mittelschulverbünde sichern wir Standorte, an denen nicht einmal mehr durchgehend Klassen für jeden Jahrgang angeboten werden und auch Klassen mit weniger als 15 Schülern realisiert werden." Grundschulen will Minister Spaenle nach dem Prinzip "Kurze Beine, kurze Wege" sogar dann erhalten, wenn diese nur noch von 26 Schülern besucht werden. Mit der Einrichtung der Gemeinschaftsschule setze die SPD die Axt an Realschulen und Gymnasien an. Andernfalls würde die nötige Anzahl von gut 200 Kindern pro Gemeinschaftsschule nicht realisiert. Bei dieser Schülerzahl sei eine ausreichende Binnendifferenzierung nie zu erreichen.

Eltern werden in Bayern an Schulentwicklung beteiligt

"Die Elternbeteiligung an der Gestaltung des Schulwesens vor Ort gibt es in Bayern sehr wohl", verwies der Minister auf die Dialogforen in allen Landkreisen und vielen kreisfreien Städten. Und die Elternbeteiligung werde weiter ausgebaut - nämlich bei der Gestaltung der Bildungsregionen, die Kultusminister Spaenle Mitte Januar in Kreuth angekündigt hatte. Der offizielle Start dafür ist im Mai 2012.


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