Gymnasialeltern Bayern

Das Gymnasium in Bayern muss sich weiterentwickeln

Die LEV Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern stellt fest: Die Bildung der Kinder ist das höchste Gut, und bestens ausgebildete junge Menschen sind der Wunsch aller Eltern! Das Gymnasium in Bayern muss sich weiterentwickeln, das ist ein Fakt, dem sich keiner entgegenstellt!

15.03.2013 Pressemeldung Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern

Vor ziemlich genau einem Jahr haben sich die für die Gymnasien in den Landesschulbeirat berufenen Verbände auf die nun beschlossenen Punkte nach diversen "Runden Tischen" geeinigt:

  1. Sicherung der Unterrichtsversorgung
  2. Individuelle Förderung, speziell in der Mittelstufe.
  3. Ein Frühwarnsystem, um den Förderbedarf kindgerecht zu erarbeiten.
  4. Zur Verfügung stellen von zusätzlichen Lehrerstellen, um den erkannten Förderbedarf auch umzusetzen.
  5. Möglichkeit auf ein "Flexi-Jahr", das nach Beratung durch die Schule eine spezielle Wiederholungs- und somit Vertiefungsmöglichkeit für den einzelnen Schüler bietet.

Der Werkzeugkasten ist mit Blick auf die Unterstützung des Einzelnen so ausgelegt, dass die Lücken erkannt werden und die Förderung systematisch auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes ausgerichtet und bearbeitet wird. Ein guter Schritt, mit dem Schüler und Eltern genauso gut arbeiten können wie die betroffenen, engagierten Lehrer, die damit "ihren" Schüler wieder ins Boot holen!

Jedes staatliche Gymnasium erhält künftig eine halbe Lehrerstelle zur individuellen Förderung. Karl-Heinz Bruckner, Landesvorsitzender der BayDV sagt dazu: "Entscheidend dazu sind doch die zusätzlichen Ressourcen, mit denen wir unmittelbar helfen können." Bruckner sagt in seiner PM vom 11.3., es sei für ihn nicht nachvollziehbar, dass Vertreter des bayer. Philologenverbandes, die an allen Runden Tischen in KM und Staatskanzlei beteiligt waren, nun genau die dort im Konsens beschlossenen Maßnahmen kritisieren!

In Bayern gibt es viele hervorragende Lehrer, die ihre Aufgaben ernst nehmen und damit die Verantwortung für die Bildung der Kinder tragen! Nun bekommt jede Schule auf das Budget deutlich mehr Stunden und kann individuelle Konzepte entsprechend den Anforderungen der eigenen Schule entwickeln. Doch die Vertreter der Lehrerverbände sprechen nur vom Flexibilisierungsjahr wissend, dass dies nur die allerletzte Option sein kann und soll. Es greift erst dann, wenn keine anderen Maßnahmen mehr helfen.

Die Antwort auf den auch politisch gewollten Wunsch der Eltern und Schüler, mehr Schülern eine breite vertiefte Allgemeinbildung auf dem Gymnasium zukommen zu lassen mit dem Ziel der allgemeinen Studierfähigkeit, kann und darf doch nicht eine permanente Systemdebatte sein, die nur und ausschließlich auf dem Rücken der Kinder, Lehrer und Eltern vor Ort ausgetragen wird! Die Landes-Eltern-Vereinigung hat auf der Jahreshauptversammlung klare Worte gefunden: Die Eltern wollen endlich Ruhe an den Schulen.

Das Gymnasium in Bayern hat noch hohen Bedarf an Weiterentwicklung, aber es ist in der Gesellschaft akzeptiert. Dies zeigt sich jedes Jahr Anfang Mai, wenn sich 40% der Eltern bayernweit wieder aufs Neue entscheiden und ihr Kind an einem Gymnasium anmelden.

Die gymnasiale Bildung in Bayern dauert 8 Jahre, wie übrigens auch in vielen anderen Ländern Europas. Die Ergebnisse des bayrischen Abiturs sprechen für sich: Mehr als 30% erreichen eine "1" vor dem Komma, die Schulen und hier vor allem die Lehrer haben trotz der steigenden Heterogenität der Schüler einen Weg gefunden und führen deutlich mehr Schüler eines Jahrgangs zum Abitur als noch vor 20 Jahren!

Die Mittel für das Frühwarnsystem und die individuelle Förderung sind freigegeben. Es könnten natürlich noch deutlich mehr Lehrer sein, damit die Klassen- und Lerngruppen kleiner werden, aber zumindest haben wir nun Lehrerstunden, um signifikant mehr fördern zu können. Lehrer haben nun auch die Mittel, ihre Verantwortung für die Bildung der Schüler individueller wahrnehmen zu können. Das so breit verrissene Flexibilisierungsjahr ist nur die "letzte Option" in diesem Strauß an Möglichkeiten mit dem Ziel, mehr Gymnasiasten zum Abitur zu führen! Die LEV vertritt rund eine halbe Million Mütter und Väter in Bayern. Mehr Informationen finden Sie unter www.lev-gym-bayern.de


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden