Dauerbrenner "Kopfnoten"
"Das Thema "Kopfnoten" ist zu einem Dauerbrenner geworden", meint Udo Beckmann, Vorsitzender des VBE NRW. "Es gilt jetzt, alle am Schulleben Beteiligten zu einem ergebnisoffenen Dialog an einen Tisch zu holen."
14.05.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWAus Sicht des VBE gibt es an einigen Punkten Klärungsbedarf. Beispielsweise muss der Frage nachgegangen werden, ob die Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens von Schülerinnen und Schülern in allen Schulstufen auf die gleiche Weise erfolgen muss. Es muss darum gehen, Verfahren zu finden, die für die jeweiligen Schulstufen passen. Diese können in der Primarstufe anders aussehen als in der Sekundarstufe I. Dringender Gesprächsbedarf besteht auch hinsichtlich der Frage, in welcher Form eine Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens von Schülern Eingang in die Abschlusszeugnisse finden soll. Auch über das Auftauchen von Fehlzeiten in Zeugnissen muss gesprochen werden, da es hier um die informationelle Selbstbestimmung des einzelnen geht. Hierzu muss auch die Landesbeauftragte für Datenschutz mit einbezogen werden.
"Der VBE fordert die Schulministerin auf, die anhaltende Kritik aufzugreifen", so Beckmann weiter. "Die bereits erfolgte Zusage zu Nachbesserungen muss zügig eingelöst werden. Erste Schritte dazu sind die sofortige Einleitung der Evaluation des Verfahrens sowie die Einberufung eines runden Tischs mit allen Beteiligten. Für den VBE ist klar, dass das Verfahren zur Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens nicht so bleiben kann, wie es ist. Es muss so umgestaltet werden, dass es für die Schulen ohne zusätzliche Handreichungen handhabbar wird."
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