Debatte um Digitalisierung und Bildung
IBI liefert mit einer Stakeholder-Studie Hintergrundinformationen
20.10.2016 Bundesweit Pressemeldung Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft gGmbH (IBI)Die Digitalisierung der Gesellschaft macht natürlich nicht vor den Bildungsinstitutionen halt. Sie trifft allerdings in Schule und Hochschule, in der beruflichen Bildung und der Erwachsenenbildung auf erhebliches Entwicklungspotenzial.
Viele Lehrende haben Qualifikationsdefizite und die technische Infrastruktur und Ausstattung weisen Rückstände auf. Die inhaltlichen Angebote bleiben quantitativ und qualitativ hinter den Erwartungen zurück, die im 4.0-Zeitalter erfüllt werden müssten. Hier sind dringend Optimierungen erforderlich, um Menschen in allen Lebensphasen die Weiterentwicklung von digitaler Medienkompetenz zu ermöglichen, die eine notwendige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe ist. Denn das gesellschaftliche Umfeld – ob Finanzamt oder Geldinstitut, öffentliche Verwaltung oder der Handel - geht wie selbstverständlich davon aus, dass „digital natives“ ebenso wie „digital immigrants“ bereit und fähig sind, sich der digitalen Instrumentarien jederzeit fehlerfrei und risikobewusst zu bedienen.
Der Bundestagsbeschluss zur Digitalen Bildung (Juli 2015) hat der Debatte über Medienkompetenz und Überwindung der digitalen Spaltung neuen Auftrieb gegeben. Das IBI – Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft gGmbH (Berlin) hat im Anschluss an den Bundestagsbeschluss 54 namhafte Persönlichkeiten aus Bildungsadministration, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft interviewt und die Ergebnisse in einer Studie ausgewertet. Es wird die große Spannweite eines kritisch-konstruktiven Diskurses deutlich, mit einer leicht optimistischen, gleichwohl kontroversen Einschätzung des Bundestagsbeschlusses. Es werden handfeste Erwartungen an die Behebung der Defizite in Infrastruktur, Ausstattung und technischem Betrieb gestellt und fundamentale Kritik am Qualifikationsstand der Lehrenden in allen Bildungseinrichtungen geäußert. Die Befragten haben dabei durchaus gegensätzliche Einschätzungen zur zukünftigen inhaltlichen und curricularen Gestaltung des Lehrens und Lernens unter Nutzung digitaler Systeme. Wohin die Reise in welchem Tempo und Engagement der Verantwortlichen und mit welcher finanziellen Zurüstung gehen wird? Auch in dieser Frage werden unterschiedliche Perspektiven deutlich.
Wir erlauben uns, Sie hiermit auf unsere Studie aufmerksam zu machen, die wir in verschiedenen Versionen veröffentlichen. Unter http://www.ibi.tu-berlin.de/stakeholder-studie finden Sie die komplette Studie als Langfassung im PDF-Format, als Kurzfassung im PDF-Format sowie die Langfassung als Webausgabe. Jede Kapitelüberschrift der Kurzfassung ist mit dem korrespondierenden Kapitel der Webversion verlinkt. So ist ein schnelles Wechseln in die Langfassung der Studie möglich um die jeweiligen Teilbereiche zu vertiefen.
Wir würden uns freuen, wenn wir mit unserer Studie einen Beitrag zu Ihrer Meinungsbildung in einer Zeit liefern können, die spannungsreich das Thema „Digitalisierung und Bildung“ in den Vordergrund der gesellschaftspolitischen Debatte rückt: das gestern veröffentlichte Strategiepapier des BMBF zur „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“, der Nationale IT-Gipfel mit einem Schwerpunkt in der Bildung im November sowie das Strategiepapier der KMK zur Bildung in der digitalen Welt im Dezember. Das letzte Quartal 2016 schafft eine epochale Grundlage für die bildungspolitische Gestaltung der nächsten Jahre.
Ansprechpartner
IBI - Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft gGmbHProf. Dr. Wilfried Hendricks
Senior Advisor
Salzufer 22
10587 Berlin
Telefon: 030 – 330 99 89 02
Fax: 030 – 330 99 89 01
E-Mail: hendricks@ibi.tu-berlin.de
Web: http://www.ibi.tu-berlin.de
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