Die Landesregierung ermöglicht mehr Ganztagsangebote in den weiterführenden Schulen

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Ganztag auch in den weiterführenden Schulen. Über das Programm "Dreizehn Plus in der Sekundarstufe I" werden die Mittel für den Ganztag in der Sekundarstufe I deutlich erhöht. Das Land stellt im Schuljahr 2007/2008 eine Summe von rund 12,2 Millionen Euro für dieses Programm zur Verfügung. Im Schuljahr 2006/2007 wurden 1.732 Gruppen gefördert. Im kommenden Schuljahr erhöht sich die Zahl um fast 20 % auf 2.060 Gruppen. Gefördert werden 1.245 Gruppen an Gymnasien und Realschulen, 615 Gruppen an den Hauptschulen sowie 210 Gruppen an Förderschulen. Die Schulen, die sich an dem Programm beteiligen, haben in der Regel zwei oder mehrere Gruppen.

26.07.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Schulministerin Barbara Sommer: "Ganztagsangebote werden auch in der Sekundarstufe I nachgefragt. Mit der Erhöhung der Mittel für das Programm Dreizehn Plus in der Sekundarstufe I sorgt die Landesregierung dafür, dass es auch nach der offenen Ganztagsschule im Primarbereich ein verlässliches und attraktives Ganztagsangebot für Schulkinder gibt. Zum Schuljahr 2007/2008 können alle Anträge genehmigt werden. Damit soll Eltern Planungssicherheit besonders auch für die fünfte und sechste Klasse gegeben werden."

"Dreizehn Plus" fördert Ganztagsangebote an mindestens vier Wochentagen mit einem Umfang von insgesamt mindestens 10 Stunden. Die Schulen arbeiten bei der Umsetzung eng mit außerschulischen Partnern zusammen, insbesondere aus Jugendhilfe, Kultur und Sport, aber auch mit Unternehmen und örtlichen Vereinen. Viele Schulen nutzen "Dreizehn Plus" für den Unterricht ergänzende Förderangebote, zum Beispiel zur Hausaufgabenbetreuung, zur Sprachförderung oder zur Berufsorientierung, oder für kulturelle und sportliche Aktivitäten, die auch zu einem entsprechenden Schulprofil beitragen.

Das Land unterstützt die Kommunen mit erheblichen Mitteln beim Ausbau von Ganztagsschulen und Ganztagstagsangeboten. Das Land tut dies, auch wenn ein Bundesgesetz die Aufgabe der Schaffung eines bedarfsgerechten Ganztagsangebots für Schulkinder den Kommunen zuweist (Kinder- und Jugendhilfegesetz § 24). Ganztag ist eine umfassende Aufgabe, der sich das Land, die Kommunen und die vielen engagierten Partner, insbesondere aus Jugendhilfe, Kultur und Sport gemeinsam stellen. Im Schuljahr 2007/2008 gibt es rund 2.900 offene Ganztagsschulen im Primarbereich, 134 erweiterte Ganztagshauptschulen und 25 erweiterte Ganztagsförderschulen sowie 580 weitere gebundene Ganztagsschulen in der Sekundarstufe I (einschließlich der in Ganztagsform geführten Förderschulen).

Ministerin Barbara Sommer: "Ganztagsangebote sind ein wichtiger Standortfaktor. Kein Land in Deutschland hat so viele Ganztagsschulen wie Nordrhein-Westfalen. Kein Land wendet so viel eigene Mittel für den Aufbau und den Betrieb der Ganztagsschulen auf wie Nordrhein-Westfalen. Auch das Programm 'Kein Kind ohne Mahlzeit' und die geplante Erhöhung der Schulpauschale sind wichtige Schritte zum Aufbau eines attraktiven Ganztagsschulsystems in Nordrhein-Westfalen."

Das Land hat die vom Bund aus dem Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) bereit gestellten Mittel in voller Höhe an die Kommunen weiter geleitet. Mit 914 Millionen Euro werden Grundschulen, Hauptschulen und Förderschulen für den Ganztag umgebaut und ausgestattet. Darüber hinaus beabsichtigt das Land die Umwandlung der bisherigen Schulpauschale in eine Bildungspauschale. Diese Mittel sollen um 80 Millionen Euro pro Jahr von zurzeit 460 Millionen auf 540 Millionen Euro erhöht werden, die ab 2008 pro Jahr für Investitionen im Bildungsbereich zur Verfügung gestellt werden. Aus diesen Mitteln können und sollen auch die Investitionen für den Ganztag finanziert werden, für die keine Bundesmittel aus dem Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" mehr zur Verfügung stehen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden