Die Landessieger 2008 aus dem Saarland stehen fest
Elf Nachwuchswissenschaftler aus dem Saarland haben sich für den 43. Bundeswettbewerb von Jugend forscht qualifiziert. Die Landessieger 2008 wurden heute in einer Feierstunde in Anwesenheit von Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in Saarbrücken ausgezeichnet. Insgesamt waren 72 Teilnehmer mit 32 Projekten beim Landeswettbewerb angetreten, der von der RAG BILDUNG Saar GmbH ausgerichtet wurde.
02.04.2008 Saarland Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Die Drillinge Florian, Nikolas und Sebastian Bernhard vom Gymnasium am Schloss in Saarbrücken sind fasziniert von Ameisen. Durch umfangreiche Freilandbeobachtungen gewannen sie fundierte Erkenntnisse über das soziale Zusammenleben der Tiere. Darüber hinaus untersuchten die Schüler die Funktionsweise der Sinnesorgane der Insekten und die Bauweise ihrer Nester. Mit ihrer Arbeit sicherten sich die 15-Jährigen den Landessieg im Fachgebiet Biologie. Den ersten Preis im Fach Arbeitswelt gewann Andreas Sonntag vom Gymnasium am Stadtgarten in Saarlouis. Der 17-Jährige entwickelte eine innovative Computertastatur, die es Blinden und Sehbehinderten ermöglicht, digitale Bilder oder Videos durch Erfühlen zu erkennen. Mithilfe einer selbst programmierten Software werden die Bilder in Vibrationen übersetzt, so dass der Nutzer durch das Abtasten der Tastaturplatte die Umrisse dargestellter Objekte identifizieren kann.
Benedikt Bernhard (16), Yannick Zewe (15) und Peter Kubiniok (16) vom Gymnasium am Schloss in Saarbrücken untersuchten die Haftwirkung verschiedener Klebstoffe. Ihre chemischen Analysen bildeten auch die Grundlage für die Herstellung eigener Produkte. Die Jungforscher überzeugten die Jury im Fach Chemie. Welche Kräfte während eines Tsunamis wirken, fragte sich Frederic Folz (13) vom Max-Planck-Gymnasium Saarlouis in Geo- und Raumwissenschaften. In einem Wasserbecken simulierte er die Riesenwelle. Die Ergebnisse seiner preisgekrönten Analyse lassen Rückschlüsse zu, wie Gebäude errichtet werden müssen, um dem Naturphänomen standzuhalten.
Den ersten Preis im Fachgebiet Technik errangen Felix Freiberger (15) und Tim Thiele (17) vom Gymnasium Ottweiler. Sie präsentierten ein selbst konstruiertes Warenausgabesystem. Das Gerät ist ausschließlich aus Lego-Elementen gefertigt und wird von einer selbst programmierten Software gesteuert. Mit einer Analyse zur Kohlendioxid-Konzentration in abgeschlossenen Räumen war Johannes Schmitt (16) vom Max-Planck-Gymnasium Saarlouis im Fach Physik erfolgreich. Auf Basis eigener Messungen entwickelte er ein Computerprogramm zur Vorhersage der CO2-Konzentration unter verschiedenen Rahmenbedingungen.
Nach den Landeswettbewerben im März und April findet der 43. Bundeswettbewerb vom 22. bis 25. Mai 2008 in Bremerhaven statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und dem diesjährigen Bundespaten, den Unternehmensverbänden im Lande Bremen e. V., der Landesvereinigung der bremischen Arbeitgeberverbände.
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