Bürokratieabbau

Digitale Klassenbücher und Elternbriefe: IServ RLP macht Schulalltag effizienter

Mithilfe der Software IServ RLP sollen Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz mehr Zeit für ihre eigentliche Aufgabe bekommen: Das Unterrichten von Schülerinnen und Schülern.

18.02.2025 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz
  • Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch auf dem ein Bildschirm und zwei Laptops stehen. © www.pexels.com

„Lehrkräfte sollen mehr Zeit für ihre Kernaufgabe haben: die Vermittlung von Wissen und die Förderung unserer Schülerinnen und Schüler. Es soll weniger Bürokratie im Schulalltag geben, deshalb setzt Rheinland-Pfalz auf digitale Lösungen wie zum Beispiel das Bildungsportal RLP, das Digitale Bücherregal, das KI-Tool ,fobizz‘ oder die Kontosoftware Klassengeld. Mit der Einführung des Software-Paktes IServ RLP erklimmen wir jetzt die nächste Sprosse auf der Effizienz-Leiter“, sagt Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig. „Unsere Schulen bekommen damit höchst praktische Instrumente in die Hand, die sich bewährt haben und zugleich passgenau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.“

IServ RLP ist eine Weiterentwicklung des bisherigen landeseigenen Systems MNS+ und besteht aus über 50 verschiedenen Software-Modulen, aus denen sich Schulen die für sie passenden Komponenten auswählen können. Entwickelt wurden diese von dem gleichnamigen Unternehmen mit Sitz in Braunschweig. Die Elemente sind speziell auf die in Rheinland-Pfalz vorhandene Schul-IT-Infrastruktur zugeschnitten und werden ins Bildungsportal RLP eingebettet. „Rheinland-Pfalz ist damit das erste deutsche Flächenland, das seinen Schulen ein solches Rundum-Sorglos-Paket kostenlos anbieten kann.“ erläuterte Hubig. „Wir gehen damit einen weiteren großen Schritt auf dem Weg hin zur digitalen Schulorganisation.“

Organisieren, kommunizieren, digitalisieren – IServ macht den Schulalltag an vielen Stellen leichter und hält den Lehrkräften den Rücken frei für den Unterricht. Die Software ermöglicht es in erster Linie in einfacher Weise Computer und digitale Endgeräte zentral zu administrieren. Mit der Software ist es zum Beispiel möglich, Elternsprechtage und Raumbelegungspläne zu gestalten, Krankheits- und andere Abwesenheiten zu verwalten, Daten abzulegen und zu sortieren oder zum Beispiel auch Elternbriefe zu versenden, die dann gleich noch in verschiedene Sprachen übersetzt werden können. Da es personalisierte Accounts für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern gibt, kann man zudem schulinterne Umfragen schnell und leicht organisieren, digitale Stundenpläne und Klassenbücher führen oder am Schwarzen Brett die neuesten Infos „virtuell aufhängen“. Die Landeslösung IServ RLP geht damit weit über die Funktionalitäten der bisher angebotenen Systeme hinaus.

IServ RLP startet im Juni 2025 an Pilotschulen, im April beginnen parallel zur Entwicklung die Schulungen und Zertifizierungen der Administratoren. Im kommenden Oktober steht die Software dann allen Schulen zur freiwilligen und gebührenfreien Nutzung zur Verfügung.

„Die Landesregierung hat sich den Bürokratieabbau auf die Fahnen geschrieben. Gerade an den Schulen gibt es nicht nur den Bedarf, sondern auch sehr viele Möglichkeiten, Dinge schlanker, schneller und effizienter zu lösen. IServ RLP leistet dazu einen herausragenden Beitrag und unsere Lehrkräfte werden es sehr schätzen, wenn sie sich statt um Formulare und Verwaltung um ihre Schülerinnen und Schüler kümmern können“, so Hubig.


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