Vorbereitung

Digitale Lernkonzepte müssen weiterentwickelt werden

Anlässlich der Debatte über eine Rückkehr zum Regelbetrieb an Schulen erklärt Susanna Krüger, Vorstandsvorsitzende von Save the Children: "Auch wenn es jetzt völlig zu Recht vor­ran­gig um Hygienekonzepte für Schulen geht: Das digitale Lernen muss weiter ausgebaut wer­den, damit im Falle erneuter Schulschließungen nicht wieder wertvolle Zeit verloren geht."

10.06.2020 Bundesweit Pressemeldung Save the Children Deutschland e.V.
  • © wavebreakmedia/Shutterstock.com

"Niemand kann vorhersagen, ob der normale Schulbetrieb unter Einhaltung von Hygieneregeln funktioniert und alle Kinder nach den Sommerferien wieder regulär lernen können. Für eine mögliche neue Homeschooling-Phase brauchen wir digitale Klassenzimmer, die gemeinsames Lernen und einen Austausch zwischen Schülern, Lehrkräften und Eltern ermöglichen. Digitale Konzepte, die das Lernen mit- und voneinander fördern, sind das Gebot der Stunde. Kein Kind darf mehr mit seinen Aufgaben allein gelassen werden", sagt Susanna Krüger.

"In der Corona-Krise hat sich die Bildungs-Ungleichheit zwischen den Kindern in Deutschland verstärkt. Der Bildungsstand der Eltern und die Anzahl an digitalen Endgeräten zu Hause haben maßgeblich beeinflusst, ob ein Kind im Homeschooling zurechtkam oder nicht. Es ist gut, dass der Verleih von Laptops und Tablets an bedürftige Schülergruppen in einzelnen Bundesländern an Fahrt aufnimmt. Jetzt geht es darum, die Geräte sinnvoll einzusetzen, die digitalen Kompetenzen von Schülern und Lehrkräften zu stärken und das Lernen durch professionelle Fachkräfte und im Klassenverband zu verbessern. Es gibt ein Recht auf Bildung. Der Staat muss dieses Kinderrecht einlösen - auch auf digitalem Weg."

Save the Children unterstützt Lehrerinnen und Lehrer ausgewählter Berliner Schulen mit Online-Beratung bei der Anwendung digitaler Unterrichtsformate. Themen sind hierbei die Vermittlung im Umgang mit den Softwareprogrammen der Schulen und die Nutzung digitaler Endgeräte, Beratung zum Medieneinsatz und die Anpassung des Curriculums an die Möglichkeiten der digitalen Bildung. Insbesondere die Gruppe der bildungsbenachteiligten Schülerschaft profitiert von Lehrkräften, die zu Profis im Fernlernen werden.


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