"Duale Ausbildung Erfolgsgarant für deutsche Wirtschaft"

"Um unsere jungen Leute fit für die Zukunft zu machen, brauchen wir den gesellschaftlichen Konsens über den Wert von Bildung und Ausbildung." Dies betonte Staatssekretär Sibler heute beim "Tag der Ausbildung" der Industrie- und Handelskammer Niederbayern in Passau. Er rief vor rund 150 Vertretern aus Schule und Wirtschaft zu einer engen Zusammenarbeit aller beteiligten Einrichtungen auf - vom Elternhaus über die Schule bis zur Wirtschaft.

20.06.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Nur eine solide Ausbildung eröffnet für den Kultusstaatssekretär Zukunftschancen für die jungen Leute. Bayern unternehme alles, um die Schülerinnen und Schüler aller Schularten zu leistungsstarken und lebenstüchtigen Mitgliedern der Gesellschaft zu machen.

Hauptschulinitiative wichtig, um Schüler besser zu qualifizieren

Die Hauptschulintiative von Kultusminister Siegfried Schneider ist für Bernd Sibler ein wichtiger Schritt auf dem Weg, Schüler aller weiterführenden Schularten noch besser zu qualifizieren. "Wir wollen, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler die Hauptschule ausbildungsreif verlassen", sagte Sibler. Dazu baue der Freistaat ihre individuelle Förderung aus. Die berufliche Ausrichtung werde durch die drei berufsorientierenden Bereiche Technik, Wirtschaft und Soziales sowie Praktika vertieft. Hauptschulen erhielten auch Geld, damit externe Experten, also Meister und Ausbilder, in den Unterricht eingebunden würden.

Ganztagsklassen als Chance, um bedarfsgerecht Kinder zu fördern

Damit die Schülerinnen und Schüler zusätzliche Chancen erhalten, liegt der Schwerpunkt beim Ausbau der gebundenen Ganztagsklassen derzeit bei den Hauptschulen. In Bayern gibt es an 161 Hauptschulstandorten gebundene Ganztagsklassen, im kommenden Schuljahr wird die Zahl auf über 330 Standorte mehr als verdoppelt. Die Hauptschulinitiative motiviere die Schulen, ihre Schülerinnen und Schüler noch gezielter zu fördern. In der Modellregion Dingolfing-Landau erproben 11 Hauptschulen eine sehr enge Zusammenarbeit.

Duale Ausbildung unverzichtbar - mehr Doppelqualifikationen

Schule und Unternehmen erbringen mit der Dualen Berufsausbildung ernorme Leistungen für junge Menschen, unterstrich Staatssekretär Sibler. Der Erfolg lasse sich in der in Deutschland im europäischen Vergleich sehr niedrigen Jugendarbeitslosigkeit ablesen. Es sei nötig, dass die Qualifikation deutscher Absolventen im Rahmen des Europäischen Qualifikationsrahmens entsprechend des tatsächlichen Wertes der Ausbildung anerkannt werde. Die Duale Ausbildung gehöre zu den Erfolgsgaranten der deutschen Wirtschaft.

Staatssekretär Sibler zeigte Möglichkeiten auf, mit denen Jugendliche sich zeitgleich doppelt qualifizieren können, etwa den Schulversuch "Berufsausbildung und Fachhochschulreife" an Berufsfachschulen des Gesundheitswesens und den Schulversuch "Berufsschule Plus". Um die Durchlässigkeit des Bayerischen Schulwesens weiter auszudehnen, habe Bayern einen zweiten Weg zum Abitur eröffnet: Im kommenden Schuljahr werde die Berufliche Oberschule flächendeckend ausgebaut, über die Schülerinnen und Schüler die Fachhochschul- bzw. die allgemeine Hochschulreife erwerben können.

An dem Tag der Ausbildung der IHK Niederbayern in Passau befassten sich rund 150 Vertreter aus Wirtschaft und Schule u. a. mit Fragen der Ausbildungsreife und Bewerberauswahl, mit dem Europäischen Rahmen für die Berufsausbildung und mit der kombinierten Aus- und Weiterbildung.


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