Duales System bei der Berufsausbildung garantiert den Bildungserfolg nicht

Das duale System bei der beruflichen Bildung kann den Mangel an Hochschulabsolventen nicht ausgleichen. Die Kritik des bayerischen Kultusministers Siegfried Schneider am Bildungsbericht der OECD "Bildung auf einen Blick" wies die Sachgebietsleiterin Hauptschule des Bayerischen Elternverbands, Ulrike Stautner, zurück.

15.09.2006 Bayern Pressemeldung Bayerischer Elternverband

"Entweder hat Schneider den Bericht nicht gründlich gelesen, oder er argumentiert wider besseres Wissen", sagte sie zu Schneiders Behauptung, das duale System sei nach wie vor eine Erfolgsstory.

Im weltweiten Vergleich seien zwar die Deutschen beim sekundären Bildungsabschluss ganz vorn, aber das beziehe sich vor allem auf die Älteren. Bei den jüngeren Leuten zwischen 25 und 34 hole die Konkurrenz deutlich auf, 14 Länder liegen dort bereits vor Deutschland. "Weltweit steigt also erfreulicherweise das Bildungsniveau, aber wir ziehen nicht im selben Tempo mit", sagte Stautner. Zwar seien die Älteren noch sehr gut ausgebildet, aber die derzeitigen Schüler könnten mit einer Bildungskarriere im dualen System allenfalls dann rechnen, wenn sie mindestens einen mittleren Abschluss der Realschule vorweisen könnten. Die Unternehmen brauchten immer mehr akademisch ausgebildete junge Leute, die Bedeutung der dualen Ausbildung gehe deutlich zurück.


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