Ein Jahr rot-grüne Schulpolitik
"Durch die Kultur der Ermöglichung ist die Schullandschaft in NRW in Bewegung gekommen. Immer mehr Kommunen und Schulen machen sich auf den Weg, um neue Konzepte zu entwickeln und zu erproben." Das erklärt der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann nach einem Jahr rot-grüner Schulpolitik.
14.07.2011 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWDie Einrichtung der Bildungskonferenz war aus Sicht des VBE eine bildungspolitische Zäsur. Nie zuvor haben so viele unterschiedliche Organisationen mit ebenso vielen unterschiedlichen Positionen ernsthaft um einen tragfähigen Konsens in der Schulpolitik gerungen.
"Dies entspricht dem Demokratieverständnis des 21. Jahrhunderts, und dies erwarten wir von der Landesregierung auch bei anderen Kernthemen, die die Schule berühren", so Beckmann. "Umso mehr bedauert der VBE, dass die in der Bildungskonferenz entwickelte Diskurskultur noch keinen Eingang ins Parlament gefunden hat."
Neben der Schulstruktur ist die Umsetzung der UN-Konvention die nächste große Herausforderung. Diese wird aus Sicht des VBE bei Eltern und Lehrern nur dann breite Akzeptanz finden, wenn sie qualitative Verbesserungen für die Schüler mit und ohne Behinderung mit sich bringt.
"Ohne die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen kann Inklusion nicht gelingen", so Beckmann. "Jeder Versuch des Schönrechnens der Rahmenbedingungen wird auf unseren Widerstand stoßen."
Beckmann abschließend: "Der VBE steht wie die Landesregierung für eine Schule der Zukunft, in der die individuelle Förderung eines jeden Schülers und einer jeden Schülerin gelingen muss. Wie ernst die Landesregierung es damit meint, werden wir u. a. an den Themen kleinere Klassen, Absenkung der Unterrichtsverpflichtung, aufgabengerechte Gestaltung der Arbeitszeit, gerechte Bezahlung und Unterstützung durch adäquate Aus-, Fort und Weiterbildung der Lehrkräfte messen."
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