"Eine bessere Schule ist möglich!"

"Wir wollen es genau wissen und uns vor Ort ein Bild darüber machen, warum Finnland seit Jahren als Sieger aus internationalen Vergleichstests im Bildungsbereich hervorgeht", so Oskar Brückner, Vorsitzender der GEW Bayern, vor dem Abflug zu einem einwöchigen Studienaufenthalt in Finnland.

15.02.2006 Bayern Pressemeldung GEW Bayern

Auf Initiative des Forums "Eltern und Schule" können Bildungsverantwortliche an einem umfangreichen Programm zum Kennen lernen der Besonderheiten des vorschulischen und schulischen Bildungssystems Finnlands teilnehmen. Für die GEW Bayern nimmt deren Vorsitzender an dieser Reise teil.

Nach übereinstimmender Expertenmeinung ist u.a. der gemeinsame Schulbesuch bis zur neunten Klasse ein entscheidender Grund für die PISA-Erfolge. Hinzu kommen umfangreiche und individuelle Fördermaßnahmen für jeden Schüler sowie ausgeprägte kooperative und institutionelle Strukturen in der Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Schule – Eltern, Erzieherinnen und Lehrern. Das finnische Schulsystem baut durchgehend auf der Maxime auf, dass kein einziger Schüler ausgegrenzt werden darf.

Oskar Brückner: "Schon im Vorfeld beeindruckend finde ich die Einrichtung von Beratungsstellen für Schwangere, die die künftigen Eltern im Hinblick auf die Bildungsmöglichkeiten ihrer Kinder unterstützen. Individueller kann eine Förderung nicht sein. Im Vergleich dazu ist Bayern ein Entwicklungsland."

Die Delegation aus Deutschland wird Einrichtungen aller Bildungsbereiche besuchen und mit deren Verantwortlichen diskutieren: eine Kindertagesstätte steht dabei ebenso auf dem Programm wie die gemeinsame Schule und die gymnasiale Oberstufe. Schließlich wird das Thema Lehrerausbildung an der Universität sowie mit in Finnland üblichen Laufbahnberatern erörtert. Ausführliche Informationen zu den Ergebnissen des Studienseminars unmittelbar nach Rückkehr der Delegation.

Ansprechpartner

GEW Bayern

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