Eltern und Lehrer wollen keine Rückkehr zur alten Regelung
Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich dafür ein, dass die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung von weiteren unterstützenden Maßnahmen begleitet wird. Vor allem die Realschulen und auch Gymnasien sollen noch im September 2013 mehr Unterstützung erhalten.
25.07.2013 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg"Die aufnehmenden Schulen brauchen zusätzliche Unterstützung zum Beispiel durch Poolstunden, um Kinder gut begleiten und fördern zu können. Auch im nächsten Schuljahr werden die meisten Kinder in die fünften Klassen der Realschulen und Gymnasien wechseln. Wir brauchen pädagogische Konzepte und mehr Zeit für die Realschulen und Gymnasien, damit die Lehrkräfte den gestiegenen Herausforderungen gerecht werden und die Bildungschancen der Schüler/innen verbessern können. Durch Fortbildungen müssen die Diagnose- und Förderkompetenzen der Lehrerinnen und Lehrer gestärkt werden ", sagte am Donnerstag (25.07.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Die GEW bestätigt, dass sich das Verhältnis zwischen Eltern und Lehrer/innen durch die Neuregelung verbessert habe. "Viele Lehrerinnen und Lehrer berichten, dass Eltern offener als in den Vorjahren in die Sprechstunden gekommen sind und die Beratung durch die pädagogischen Profis sehr ernst genommen haben", sagte Moritz.
Die GEW setzt sich dafür ein, dass die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung keine isolierte Maßnahme bleibt. "Die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung ist nur ein erster Schritt. Wir brauchen bessere Bedingungen an den Realschulen und Gymnasien. Und gute Gemeinschaftsschulen, in denen Kinder von Klasse 1 bis 10 gemeinsam lernen können und es kein Sitzenbleiben und Abschulen in andere Schularten mehr gibt, sind die richtige Antwort", sagte Moritz.
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