Elternhaus und Schule sollten Konfliktsituation gemeinsam lösen
Der Bildungsminister und die Lehrerverbände möchten Verhaltenskodex für Saarschulen einführen. Dabei wurden die Eltern einmal mehr aus und vor gelassen. Die Gesamtlandeselternvertretung (GLEV) des Saarlandes fordert die Gesprächspartner auf, auch die Eltern in die Diskussion mit einzubeziehen.
03.08.2007 Saarland Pressemeldung Gesamt Landes Elternvertretung des Saarlandes (GLEV)"Erziehung gehört schwerpunktmäßig ins Elternhaus. Deshalb müssen auch die Erziehungsberechtigten mit an den Tisch. Die hier praktizierte Vorgehensweise macht wieder einmal deutlich, dass unser geltendes Schulmitbestimmungsgesetz dringend novelliert werden muss", kritisiert GLEV-Vorsitzender Jörg Dammann.
Um die aktuelle Situation an den Schulen zu entschärfen sollten zuerst die Rahmenbedingungen geändert werden. Hierzu zählt die Einstellung weiterer Schulpsychologen um die Betreuung an sozialen Brennpunkten zu gewährleisten. Aber auch kleinere Klassen und stressfreier Unterricht sind ein Muss.
"Wir brauchen Regeln über ein geordnetes Miteinander in der Schulgemeinschaft. Elternhaus und Schule sollten Konflikte gemeinsam konstruktiv lösen. Über Themen wie Gewaltvideos auf Handys und im Internet müssen sich alle Betroffenen intensiv und kritisch auseinandersetzen. Auch die Thematik Mobbing in den Schulen sollte dabei nicht aus den Augen verloren werden. Ursachenforschung ist angesagt doch dazu muss man die Kinder und Jugendliche verstehen", sagt der GLEV-Vorsitzende Jörg Dammann.
Um Eltern Hilfestellungen zu geben hat die GLEV gemeinsam mit der Koordinierungsstelle der Gesamtlandeselternvertretung am Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) ein neues Jahresprogramm für Eltern herausgebracht. Die angebotenen Bildungsveranstaltungen sollen die Erziehungskompetenzen der Eltern stärken. Die Broschüre (siehe Anhang, rechte Spalte, oben) ist bei der Geschäftsstelle der Landeselternvertretungen, Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft, Hohenzollernstraße 60, in 66117 Saarbrücken, (E-Mail: gabrysch( at )bildung-saarland.de) oder beim Landesinstitut für Pädagogik und Medien, Beethovenstraße 26, 66125 Sbr.-Dudweiler, (E-Mail: jquirin( at )lpm.uni-sb.de) zu beziehen. Sie kann aber auch über das Internet: www.lpm.uni-sb.de/eltern oder www.eltern.saarland.de herunter geladen werden.
Mehr Infos: www.elternvertretung-glevsaar.de oder www.lpm.uni-sb.de/eltern
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