Entscheidung zum Gymnasialstandort Havelberg im Sinne der Schülerinnen und Schüler

Das Kultusministerium hat heute dem Landrat des Landkreises Stendal eine Gesamtkonzeption für den Gymnasialstandort Havelberg ab dem Schuljahr 2006/2007 unterbreitet.

23.11.2005 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Künftig werden in Havelberg die Klassen 5 bis 12 organisatorisch als Außenstelle des Tangermünder Gymnasiums an der Sekundarschule in Havelberg geführt.

Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz erklärte, "dass damit ein ausreichendes gymnasiales Angebot am Standort Havelberg gesichert werden kann". Allerdings seien die Auswahlmöglichkeiten bei bestimmten Wahlfächern nicht so umfangreich wie an einem regulären dreizügigen Gymnasium. Das Angebotsspektrum sichere aber die bundesweite Anerkennung des Abiturs.

"Damit ist ein Weg gefunden, im Rahmen einer originellen Ausnahmeregelung trotz der dramatischen Entwicklung der Schülerzahlen dauerhaft ein gymnasiales Angebot in Havelberg aufrecht zu erhalten und unzumutbare Schulwegzeiten zu vermeiden", so der Minister.

Es handele sich dabei um ein rein gymnasiales Angebot in den Räumlichkeiten der Sekundarschule. "Voraussetzung ist eine enge partnerschaftliche Kooperation zwischen dem Gymnasium Tangermünde und der Sekundarschule in Havelberg", erläuterte Staatssekretär Winfried Willems das Modell. Eine von ihm veranlasst Prüfung habe ergeben, dass sich die angebotene Oberstufenkonzeption in Übereinstimmung mit den geltenden Beschlüssen der Kultusministerkonferenz befindet.

"Ich bin mir sicher", so Olbertz, "dass der Lösungsvorschlag zum Erhalt der gymnasialen Ausbildung in Havelberg die erforderliche Akzeptanz und Unterstützung der Beteiligten finden wird".

Hintergrund:

Gemäß § 6 Abs. 5 Schulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt werden Gymnasien mindestens dreizügig geführt; die Schulbehörde kann zweizügige Ausnahmen zulassen.

Mit der Entwicklung der Schülerzahlen am Standort Havelberg werden die für den Erhalt eines eigenständigen Gymnasiums erforderlichen Mindestzahlen nicht erreicht. Das Gymnasium kann nicht weitergeführt werden, weil es selbst die für einen zweizügigen Betrieb erforderlichen Schülerzahlen nicht erreicht. Damit hat ein eigenständiges Gymnasium in Havelberg keinen Bestand.


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