Erfolgreiches Aktionsprogramm „Schule gestaltet politische Bildung“
Schülerinnen und Schüler in Hamburg setzen sich aktiv mit Demokratie und politischer Mitbestimmung auseinander: In der 4. Antragsrunde für das 2. Halbjahr 2024/25 werden 23 Schulen mit ihren individuellen Projektvorhaben zur politischen Bildung gefördert.
13.01.2025 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule und Berufsbildung HamburgDas erfolgreiche Programm der Landeszentrale für politische Bildung wird 2025 durch die Hamburger Schulbehörde verstetigt.
Herausforderungen in Bezug auf die Klimapolitik, die Wahlergebnisse in den Vereinigten Staaten, vorgezogene Neuwahlen in Deutschland, eine Flut von (Falsch-)Informationen in den sozialen Medien – das sind nur einige Entwicklungen, die das Empfinden von Unsicherheit und die Suche nach Orientierung gerade bei jungen Menschen bestärken. Seit zwei Jahren können sich Schulen in Hamburg im Rahmen eines unkomplizierten Antragsverfahrens für eigene Projekte der politischen Bildung in Kooperation mit Partnern bewerben. Allein in dieser Antragsrunde werden 23 Schulen, darunter 10 Stadtteilschulen, 3 Berufsschulen und 10 Gymnasien, mit jeweils bis zu 5.000 Euro durch die Landeszentrale für politische Bildung unterstützt.
Gefördert werden so unterschiedliche Projekte wie „Ist Gleichheit Anfang oder Ende der Gerechtigkeit?“ (Stadteilschule Am Hafen), „Zweitzeuge werden - Gegen das Vergessen – Workshops zum Thema Holocaust, Antisemitismus und Rassismus“ (Gymnasium Corveystraße) oder ein Gedenkstättenbesuch im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald (Berufliche Schule Hamburg-Harburg). Über den regen Zuspruch zum innovativen Programm freut sich Hamburgs
Bildungssenatorin Ksenija Bekeris, auf deren Initiative das Programm ab 2025 mit einem jährlichen Budget von 100.500 Euro verstetigt wird: „Angesichts der weltweiten Entwicklungen mache ich mir Sorgen um den Erhalt demokratischen Denkens und Handelns in unserer Gesellschaft. Wir müssen Kinder und Jugendliche auch weiterhin für unsere Demokratie begeistern. Die politische Bildung leistet einen entscheidenden Beitrag dafür. Deswegen sind solche Aktionsprogramme wie ‚Schule gestaltet politische Bildung‘ so wertvoll und ich freue ich mich, dass wir die Förderung dafür jetzt verstetigen konnten. Die Schule ist der Ort, an dem Demokratie verstanden und gelebt werden muss, damit unsere Gesellschaft auch in Zukunft friedlich zusammenlebt.“
Für Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg ist wichtig, „dass die Schulen hier die Akteure politischer Bildung sind. Sie kennen am besten die Bedarfe für einen guten Unterricht für ihre jeweiligen Schülerinnen und Schüler“.
„Schule gestaltet politische Bildung“ der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg fördert auch in den kommenden Jahren die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an Projekten der politischen Bildung in Kooperation mit nicht kommerziellen, gemeinnützigen und außerschulischen Trägern. In einem unkomplizierten Antragsverfahren können staatliche Hamburger Sonder-, Stadteil-, Berufsschulen und Gymnasien sich zu zwei jährlichen Terminen für eine Förderung im darauffolgenden Schulhalbjahr bewerben, um beispielsweise Projekttage zur Auseinandersetzung mit Orten des kolonialen Erbes oder der Geschichte der deutschen Teilung in Hamburg, Besuche von Gedenkstätten, Besuche von Orten deutscher Demokratie (zum Beispiel Deutscher Bundestag, Mauer-Gedenkstätten), Planspiele, Workshops und Informationsveranstaltungen umsetzen.
Alle Informationen zum Programm „Schule gestaltet politische Bildung“ finden Sie auf der Website der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
Ansprechpartner
Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg- „Wir versuchen, BNE immer auch als Politische Bildung zu verstehen“
- Kostenlose Lernförderung: Hamburgs Schulen melden 74.000 Teilnahmen
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