Statistik

Erstmals mehr als eine Million Privatschüler in Deutschland

Im vergangenen Schuljahr besuchten 1.002.732 Schülerinnen und Schüler eine Schule in freier Trägerschaft. Damit wurde zum ersten Mal die Millionen-Schwelle überschritten, teilt der VDP Verband Deutscher Privatschulen Nordrhein-Westfalen mit.

12.11.2019 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Deutscher Privatschulen Nordrhein-Westfalen e.V.
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Dies geht aus der Publikation des statischen Bundesamtes Destatis „Private Schulen - Schuljahr 2018/19“ hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde. Demnach besuchten 764.286 Jungen und Mädchen eine allgemeinbildende, 238.446 Jugendliche und junge Erwachsene eine berufliche Schule. Jeder elfte Schüler (9,3 %) lernte im abgelaufenen Schuljahr in Deutschland an einer privaten Schule. 

Die Zahlen und die Entwicklung für Nordrhein-Westfalen verlaufen ähnlich. Hier besuchten insgesamt 208.111 Schülerinnen und Schüler eine Privatschule. 165.825 Kinder und Jugendliche waren auf einer allgemeinbildenden Schule, 42.286 auf einer beruflichen Schule. Der Anteil an der Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler liegt im allgemeinbildenden Bereich bei 8,6 Prozent, im berufsbildenden Bereich bei 7,6 v.H.. Von 2013 bis 2018 ist der Anteil an der Zahl aller Schüler in NRW von 8,0 auf 8,4 Prozent gestiegen.

„Die Zahlen belegen die konstante Wertschätzung, die private Schulen in der Bevölkerung genießen. An den vielen Schulen in freier Trägerschaft engagieren sich Bürgerinnen und Bürger erfolgreich für gute und zukunftsweisende Bildung und bereichern so die Schullandschaft in Nordrhein-Westfalen“, erläutert Andreas Schrade, Geschäftsführer beim VDP Nordrhein-Westfalen die Zahlen der aktuellen Veröffentlichung. Von Eltern werden vor allem innovative Unterrichtskonzepte, motivierte Lehrkräfte und Schulführung und verlässliche, arbeitnehmerorientierte Betreuungszeiten geschätzt.

Einer der wichtigsten Bereiche der Privatschulen ist die berufliche Bildung. Nahezu jede fünfte berufliche Schule in NRW ist in freier Trägerschaft, der Anteil an der Gesamtzahl der Schüler im beruflichen Bereich liegt bei 7,6 Prozent. „Gerade im berufsbildenden Bereich sind Privatschulen hochspezialisiert, sind kleine, aber feine Schulen. Sie bilden in innovativen Bereichen wie Game Art und Game Design, Informatik oder ‚Manager im Modehandel‘ aus – Berufsbilder, die es bis vor wenigen Jahren noch gar nicht gab“, erklärt Schrade die im Verhältnis geringen Schülerzahlen.


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