Bildungsausgaben

EU-Förderung für Sachsen wird stark gekürzt

Die EU-Fördermittel für Sachsen werden bald drastisch gekürzt. Dabei hat das Land weiterhin wirtschaftliche Schwächen. Das zeigen Berechnungen der Niederlassung Dresden des ifo Instituts für die Sächsische Staatskanzlei.

22.08.2018 Sachsen Pressemeldung ifo institut
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Die Mittel aus den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds dürften in der kommenden Periode 2021-2027 auf ein Siebtel zurückgehen. „Ohne Änderungen im Regelwerk würde Sachsen in der nächsten Periode nur noch rund 400 Millionen Euro erhalten, während es derzeit noch knapp 2,8 Milliarden Euro sind“, sagt ifo-Forscher David Bauer, einer der Autoren der Studie. „Die im europäischen Vergleich günstigere wirtschaftliche Entwicklung Sachsens ist der wesentliche Grund für den Rückgang. Der Austritt Großbritanniens aus der EU verstärkt diesen Effekt noch etwas.“

Aber nach wie vor hat die sächsische Wirtschaft eine kleinbetriebliche Struktur mit vergleichsweise geringer Innovations- und Exportleistung. Auch der demographische Wandel sowie die Folgen zunehmender Digitalisierung und Urbanisierung stellen Sachsen vor weitere Herausforderungen. Bei sinkender Förderung ist es deshalb laut ifo Dresden erforderlich, Schwerpunkte zu setzen. „Unsere Analyse von Stärken und Schwächen der sächsischen Wirtschaft zeigt, dass positive Impulse vor allem bei einer Konzentration der Förderpolitik auf die Bildung zu erwarten sind. Wichtig sind aber auch die Unterstützung privater Forschung und Entwicklung sowie Investitionen in öffentliche Infrastruktur“, sagte Bauer weiter.

Publikation
Bauer, David, Joachim Ragnitz und Christian Ochsner, Strategien für die bestmögliche Ausstattung mit und Nutzung von Fördermitteln nach 2020, ifo Dresden Studien 82, ifo Institut, 2018 | Details | PDF Download

Ansprechpartner

ifo institut

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