Fakten liegen auf dem Tisch - Enquetekommission überholt
Ist-Stand-Analysen gibt es genug. In der gesamten Bundesrepublik haben diverse Enquete- und Bildungskommissionen Unmengen an Material zusammen getragen und Analysen vorgelegt. Seit Jahren gibt es Expertenrunden und Diskussionsforen zum Thema Schule. PISA I und II, die OECD-Studie, VERA und IGLU sprechen eine deutliche Sprache. Die Ergebnisse und Analysen der zentralen Vergleichsarbeiten und der Prüfungen in Mecklenburg-Vorpommern liegen vor. Der Präventionsbericht gibt ebenso Aufschluss über unsere Schulen wie der Gesundheitsbericht. Es ist nicht erst seit heute klar, wie sich die Schülerzahlen entwickeln werden. Die Reihe ließe sich fortsetzen.
14.02.2006 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernEs ist also unbedingt notwendig, die inhaltliche Neuorientierung zu verknüpfen mit ganz aktuell ins Haus stehenden Strukturentscheidungen. Nur so kann sich das System Schule diesen Herausforderungen stellen und sich kontinuierlich weiter entwickeln. Wir reagieren mit der Planung eines bestandssicheren Schulnetzes, mit dem Ausbau der Ganztagsschulen, mit der Unterstützung der Selbstständigkeit von Schule, mit gezielter Weiterbildung und Beratung sowie der individuellen Förderung der Schüler im Längeren Gemeinsamen Lernen.
Die CDU muss sich also die Frage gefallen lassen, ob sie sich davor scheut, längst offen liegende Probleme anzugehen, wenn sie erneut in die Phase der Diskussion zurückfallen möchte. Und wenn sogar der Zeitrahmen für eine solche Enquetekommission offen gehalten wird, verschieben wir die Chance auf Verknüpfung von Qualität und Struktur auf unbestimmte Zeit.
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