FILMERNST mit Rekordbeteiligung
Das war zu erwarten: "Die Welle" bricht alle Rekorde und schafft mit 5.500 Besuchern in 36 Schulveranstaltungen den bislang erfolgreichsten FILMERNST-Einsatz. Seit vier Jahren präsentiert das Gemeinschaftsprojekt des Filmverbands Brandenburg und des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) künstlerisch anspruchsvolle, unterrichtsrelevante Filme mit medienpädagogischer Begleitung. Inzwischen haben rund 80.000 Schülerinnen und Schüler des Landes die vielfältigen Angebote wahrgenommen; bei einem Eintrittspreis von 2,50 Euro trug das den beteiligten Kinos immerhin 200.000 Euro Umsatz ein.
29.07.2008 Brandenburg Pressemeldung Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-BrandenburgGemessen am Millionen-Box-Office des Films mögen 5.500 "Welle"-Besucher in FILMERNST-Schulvorführungen nicht allzu viel sein, doch der filmpädagogische Mehrwert lässt die Rechnung in einem anderen Licht erscheinen. Viele der insgesamt 36 "Welle"-Veranstaltungen bewirkten anregende Diskussionen und weiterführende Auseinander-setzungen mit dem Gesehenen. Lehrer berichteten von "durchaus tiefsichtigen Erkenntnissen auch über das eigene Gruppenverhalten". Das gewaltsame Ende der Geschichte wurde sehr unterschiedlich bewertet − einige Schüler fanden den Buchschluss glaubwürdiger, andere meinten, nur einem solchen Finale gelinge wirklich Aufrüttelung.
Der zweite von FILMERNST im Juni/Juli eingesetzte Film, "Blöde Mütze!", erreichte in 20 Veranstaltungen 1.850 Brandenburger Schülerinnen und Schüler. Bei 31.000 Besuchern bundesweit ist das immerhin ein Anteil von sechs Prozent. Vor allem die drei Previews des vom rbb koproduzierten Films mit Gästen vom Team kamen bei den Viert- bis Siebtklässlern bestens an. Berichte aus erster Hand gab es vom Regisseur Johannes Schmid, der Produzentin Ingelore König, von Szenaristin Angelica Böhm, Dramaturgin Beate Völcker und Casterin Anne Heubner. Sehr anschaulich ließ sich auf diese Weise nachvollziehen, wie lang und beschwerlich der Weg von der ersten Idee über das Drehbuch und die Rollenbesetzung bis zum Leinwanddebüt wirklich ist. Weitere Previews mit dem vom Medienboard Berlin-Brandenburg geförderten "Stella und der Stern des Orients" sind geplant.
Im ersten Halbjahr 2008 zog FILMERNST mit seinem Motto "Sehend lernen − die Schule im Kino" insgesamt mehr als 13.000 Kinder und Jugendliche in die mittlerweile 18 teilnehmenden Kinos. Viele der im FILMERNST-Programm eingesetzten Filme waren und sind Medienboard-gefördert. Etliche der soeben mit dem Kinoprogrammpreis aus-gezeichneten Brandenburger Lichtspielhäuser gehören seit langem zu den festen und besten FILMERNST-Partnern: das Weltspiegel in Finsterwalde, das Movieland in Erkner, das Multikulturelle Centrum Templin, das Obenkino Cottbus, das Spreekino Spremberg und in Potsdam neben dem Filmmuseum vor allem das Thalia Arthouse.
Die Schulferien werden von FILMERNST nun genutzt, um die zum dritten Mal im Land Brandenburg stattfindenden und wiederum in Kooperation mit VISION KINO organisierten SchulKinoWochen vorzubereiten. Auch hier ist das LISUM als Partner beteiligt und wird vor allem durch eine intensive fachliche Beratung aktiv.
FILMERNST − unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bildungsminister Holger Rupprecht und Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns − ist eine Initiative des Filmverbands Brandenburg e. V. und des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM). Gefördert durch die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH und das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg.
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