Föderalismus - nicht gut für die Bildung?
(bikl.de) Mehr Gemeinsamkeiten für ein leistungsfähiges Bildungssystem und gemeinsame Strategien hat jetzt Bundesbildungsministerin Annette Schavan gefordert. Auch im Föderalismus gebe es eine gesamtstaatliche Verantwortung, erklärte sie im Interview mit der Süddeutschen Zeitung (SZ).
02.07.2007 ArtikelAls beispielhaft bezeichnete Schavan das System in der Schweiz. Dort gebe es auf der Nationalebene die Bereitschaft, gemeinsam Ziele zu setzen und zu erreichen. In Deutschland habe sich die Kultusminietrkonferenz zwar auf gemeinsame Bildungsstandards geeinigt, aber, so Schavan wörtlich: "man fragt sich, was nun damit geschieht - ob alle daraus die gleichen Schlüsse ziehen und die Lehrpläne entsprechend verändern? Hier geschieht zu wenig."
Weiter bemängelte die Ministerin, dass die Länder es bisher nicht geschafft hätten, dass Lehrer und Schüler leicht von Land zu Land wechseln können. Unter den Hemmnissen für Mobilität leide die Akzeptanz des Föderalismus.
Gleichwohl sei die Kulturhoheit der Länder richtig, betonte Schavan. Föderalismus könne aber nicht bedeuten, jeder mache, was er wolle. Für Eltern sei die Vergleichbarkeit der Schulbildung innerhalb Deutschlands wichtig.
Bereits in der vergangenen Woche hatte der KMK-Präsident und Berliner Bildungssenator Jürgen Zöllner von seinen Kollegen in den einzelnen Bundesländern mehr gesamtstaatliche Verantwortung für die deutsche Bildung gefordert.
Weiterführende Links
- Süddeutsche Zeitung- Schavan: “Wir brauchen Mobilität ohne Barrieren“
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