Gelesen, verstanden? Lesen lernen in 49 Ländern

Lesen ist eine der wichtigsten Kulturtechniken und Grundlage für Kommunikation. Wer nicht lesen kann, ist vom öffentlichen und beruflichen Leben in vielen Bereichen ausgeschlossen. Wie wird diese wertvolle Kulturtechnik weltweit an Schülerinnen und Schüler vermittelt? Wann beginnt das "Lesen lernen"? Wie lernen Kinder in Australien lesen und wie in den Vereinigten Arabischen Emiraten? Wie gut verstehen sie die Texte, die sie lesen? In zwei Bänden stellt die "PIRLS 2011 Encyclopedia" die Ergebnisse der Studie "Progress in International Reading Literacy Study" (PIRLS) vor. In Deutschland wurde die Studie unter dem Titel IGLU (Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung) durchgeführt, etwa 4.600 Schülerinnen und Schüler der vierten Jahrgangsstufe aus circa 200 Grund- und Förderschulen nahmen teil. Die Studie untersucht die Lehrpläne für Sprache und Lesen in 49 Ländern weltweit und stellt die Ergebnisse in alphabetisch angeordneten Länderkapiteln vor.

01.10.2012 Pressemeldung wbv Media Gmbh

Die PIRLS 2011 Encyclopedia ist ein internationales Kompendium zum Leseunterricht. Jedes der 49 PIRLS-2011-Länder stellt in seinem Länderkapitel die Struktur des jeweiligen Bildungssystems und das Curriculum für Sprache und Lesen an Grundschulen vor, sowie das Gesamtkonzept für den Unterricht von Sprache und Lesen (z. B. Lehrerbildung, Unterrichtsmaterialien und Leistungsbewertung). Die Kapitel wurden von Experten aus Bildungsministerien sowie Forschungseinrichtungen geschrieben. Die Länderkapitel beschreiben darüber hinaus, wie die PIRLS-Daten für das Monitoring auf Systemebene in einem globalen Kontext genutzt werden.

Band 1 umfasst die Länder A – K ("Australia" bis "Kuweit"), Band 2 stellt die Länder L – V ("Latvia" bis "United States of America") sowie die Ergebnisse der Teilnehmer des Benchmarkings vor.

Das Studiendesign wurde von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) entwickelt, die auch die Auswertungen koordiniert und die Gesamtstudie erstellt. Die Studie wird im Abstand von fünf Jahren durchgeführt, bisher in den Jahren 2001, 2006 und 2011. Mit der umfangreichen Datensammlung und dem langjährig erprobte Studiendesign ist PIRLS eine wichtige Quelle für die Bildungspolitik und -forschung.

Herausgeber

Die International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) ist ein internationaler Verband für Bildungsforschung und Global Player im internationalen Monitoring von Bildungssystemen. Sie wurde 1958 gegründet und hat ihren Sitz in Amsterdam (NL). Auf der Methodologie, die von der IEA zur Untersuchung von Bildungssystemen entwickelt wurde, basieren auch die PISA-Studien der OECD. Weitere wichtige Projekte der IEA sind Schulleistungsuntersuchungen wie TIMSS und TEDS-M sowie Assessment-Studien wie COMPED (Computers in Education) und SITES (Second International Technology in Education Study). Das Boston College, Lynch School of Education mit Sitz in Boston (USA) fungiert als Internationales Studienzentrum für die TIMSS & PIRLS Studien und übernimmt deren wissenschaftliche Leitung.

Ansprechpartner

W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG
Klaudia Künnemann
Auf dem Esch 4
33619 Bielefeld
Telefon: +49 (0)5 21/9 11 01-21
E-Mail: presse@wbv.de
Web: www.wbv.de


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