Projekt

Gemeinsam für Qualität: Kinder beteiligen im Ganztag

Bis zum Jahr 2025 will der Bund einen Rechtsanspruch auf ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter einführen, denn der quantitative Ausbau der schulischen Betreuungsangebote bzw. kooperierenden außerschulischen Horte muss mit einer entsprechenden qualitativen Weiterentwicklung einhergehen.

28.05.2021 Bundesweit Pressemeldung Evangelische Hochschule Berlin (EHB)
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Mit dem ESF-Bundesprogramm „Gemeinsam für Qualität: Kinder beteiligen im Ganztag“ sollen in einer ersten Programmlaufzeit in den Jahren 2022 bis 2025 Impulse zu einer notwendigen Weiterentwicklung der Ganztagsangebote im Grundschulalter gesetzt werden und die damit verbundenen Qualitätsansprüche sowie Bildungs- und Teilhabechancen für alle Kinder gesichert werden.

Zielgruppe des geförderten Projekts ist das pädagogische Fachpersonal der schulischen Betreuung sowie Lehrpersonen von bundesweit 150 Grundschulen. Diese sollen im Rahmen des Projekts durch eine zu konzipierende bundesweite Weiterbildungsmaßnahme bei der Weiterentwicklung und Umsetzung eines partizipativen Ganztagsschulkonzepts unterstützt und begleitet werden. Die Weiterbildungsmaßnahme ist für Tandems (pädagogisches Fachpersonal und Lehrpersonen) aus den beteiligten Schulen zu konzipieren und durchzuführen, mit dem Ziel, Planungs- und Handlungskompetenzen zu entwickeln zur Schaffung eines qualitativ hochwertigen Ganztagsangebotes, mit dem partizipative Kulturen, Strukturen und Praktiken sowie demokratisches Handeln befördert werden. Sowohl durch die gemeinsame Tandem-Qualifizierung, als auch durch die Zusammenarbeit von Schule und Kinder- und Jugendhilfe an den beteiligten Grundschulen wird die Grundlage für einen koordinierten Qualitätsentwicklungsprozess der Ganztagsangebote geleistet. Die qualifizierten Tandems entwickeln während der Projektlaufzeit in jeder Schule ein Partizipationskonzept mit dem Ziel, Partizipationsmöglichkeiten auf- bzw. auszubauen. Die im Rahmen des Projektes entwickelten Beteiligungs- und Partizipationsansätze sollen in den Ganztagschulkonzepten verankert werden.

Im Rahmen des Projekts soll ein breites Netzwerk und bestehende Kooperationen mit Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe bundesweit auf- und ausgebaut werden. So werden an der EHB die Vernetzungsstrukturen mit der Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und den jeweiligen Kostenträgern (Sozial- und Teilhabeämter, Schulämter) mit den Strukturen des ZfIB verknüpft. Weiterhin soll eine enge Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbandlichen Strukturen (AWO, Diakonie, Caritas, Paritätischer, DRK) als Leistungsanbieter:innen der Schulsozialarbeit und Erziehung (Hort) sowie mit schulischen Netzwerken und Schulträger:innen in Berlin angebahnt werden.

Die gesamte Projektanlage ist zudem partizipativ orientiert. So soll die im Projekt vorgesehene Entwicklung des Curriculums für die geplante bundesweite Weiterbildungsmaßnahme unter Beteiligung von Akteur:innen aus allen schulischen Bereichen und von übergeordneten bildungssystemischen Ebenen (Bildungspolitik & Bildungsadministration).


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